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20260305105633

Wadephul erleichtert über Entspannung bei Nahost-Ausreisen

10:56
05.03.2026
Außenminister Johann Wadephul hat sich nach dem ersten von der Bundesregierung organisierten Flug zur Rückholung von Deutschen aus der Nahostregion optimistisch zu steigenden Ausreisekapazitäten geäußert. „Ich bin sehr froh, dass heute der erste vom Auswärtigen Amt organisierte Flug aus Maskat mit mehr als 250 Personen sicher in Frankfurt gelandet ist“, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem moldauischen Kollegen Mihai Popsoi in Berlin. Heute sollten zudem auch mehr als 500 Passagiere der beiden Kreuzfahrtschiffe des deutschen Anbieter TUI Cruises ausreisen, ergänzte er.

Von TUI Cruises liegen die Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ mit einer Kapazität für insgesamt gut 5.000 Reisende wegen des Iran-Krieges in der Region fest. Der erste Rückholflug der Bundesregierung war am Morgen am Frankfurter Flughafen gelandet.

Wadephul betonte, dass es heute und morgen zwei weitere Flüge mit ähnlicher Kapazität aus Maskat im Oman geben werde. Dafür würden Transporte aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman organisiert. Damit wolle man denjenigen helfen, „die unsere direkte Hilfe unbedingt benötigen“. Das Auswärtige Amt prüfe fortlaufend weitere Unterstützungsangebote.

Jan-Felix Jasch

Aserbaidschan: Drohnen aus Iran treffen Flughafen

09:41
05.03.2026
Aserbaidschan hat nach einem Drohnenvorfall in seiner autonomen Exklave Nachitschewan den iranischen Botschafter ins Außenministerium einbestellt. Eine Drohne sei in die Abfertigungshalle des Flughafens eingeschlagen, eine weitere in der Nähe eines Schulgebäudes abgestützt, teilte das Außenministerium in Baku mit. Es verurteilte die Angriffe, die demnach vom Iran aus gestartet wurden. Zwei Menschen seien verletzt worden, das Flughafengebäude sei beschädigt.

Die Exklave Nachitschewan ist vom Kernland Aserbaidschans im Südkaukasus abgeschnitten - das Gebiet ist von Armenien, dem Iran und der Türkei umgeben. Solche Angriffe dürften sich nicht wiederholen, heißt es in der Mitteilung. Baku behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Jan-Felix Jasch

Roter Halbmond: Mehr als 100 zivile Ziele im Iran beschädigt

09:19
05.03.2026
Seit Beginn der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond 105 zivile Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna wurden auch Wohngebiete in mehreren Städten sowie Teile Teherans getroffen. Es seien bislang 1.332 Angriffe an 636 Orten registriert worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Die USA und Israel wollen nach eigenen Angaben mit ihren Angriffen sicherstellen, dass der Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen kommt. Außerdem sollen das iranische Arsenal an ballistischen Raketen sowie die dazugehörige Produktionsinfrastruktur zerstört werden, um Angriffe auf US-Einrichtungen und Verbündete zu unterbinden.

Jan-Felix Jasch