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Nato geht von iranischem Beschuss auf die Türkei aus

13:53
04.03.2026
Die Nato geht davon aus, dass der Iran absichtlich eine Rakete auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert hat. „Wir verurteilen, dass der Iran die Türkei ins Visier nimmt“, teilte Nato-Sprecherin Allison Hart mit. Sie betonte, die Nato stehe fest an der Seite aller Bündnispartner und verwies auf die Unterstützung im Bereich der Luftverteidigung und Raketenabwehr.

Ein Nato-Abwehrsystem hatte am Nachmittag eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete in der türkischen Grenzregion abgefangen. Das ballistische Geschoss war nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara in Richtung des türkischen Luftraums unterwegs und durchquerte den Luftraum des Irak. Ein Teil der Abwehrrakete fiel demnach in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche, es gab keine Verletzten.

Nato-Bündnisfall unwahrscheinlich

Jan-Felix Jasch

Kein Ende der Angriffe im Iran-Krieg absehbar

13:41
04.03.2026
Bombardierungen in Teheran, Raketenalarm in Tel Aviv, Raketen auch aus dem Libanon: Am fünften Tag des Iran-Kriegs haben die Konfliktparteien ihre Angriffe im Nahe Osten unvermindert fortgesetzt. Die israelische Armee startete nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle im Iran und nahm Ziele der iranischen Führung in Teheran ins Visier. Im Großraum Tel Aviv heulten indes wegen andauernder Raketenangriffe immer wieder die Warnsirenen - die Raketen flogen dabei nach Militärangaben erstmals parallel aus dem Iran und dem Libanon. Die Zahl der Todesopfer im Iran ist einer staatsnahen Stiftung zufolge auf mehr als 1000 gestiegen. 

Im Iran geht unterdessen die Suche nach einem Nachfolger für den am Samstag getöteten Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei weiter. Israel drohte zugleich, man werde auch diesen töten. Verteidigungsminister Israel Katz schrieb in einem Post auf X, jeder Anführer, der im Iran ernannt werde, „um weiterhin das Programm zur Vernichtung Israels voranzutreiben, die USA, die freie Welt und die Staaten der Region zu bedrohen und das iranische Volk zu unterdrücken, wird ein eindeutiges Ziel für eine Eliminierung sein“.

Jan-Felix Jasch