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EU-Vertreter verbinden mit Krieg einen Kurswechsel in Teheran

13:35
28.02.2026
Hochrangige EU-Vertreter sehen in dem Militärangriff auf den Iran eine Gelegenheit für einen Wechsel in Teheran. EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola erklärte am Samstag, das Europäische Parlament fordere seit langem vom Regime im Iran, es solle staatliche Unterdrückung, die Unterstützung terroristischer Stellvertreter-Organisationen und seine nuklearen Ambitionen aufgeben und das Volk sein Schicksal in Freiheit selbst bestimmen lassen.

Zugleich warnte Metsola, die Ereignisse im Iran dürften nicht zu einer Eskalationsspirale führen, die den Nahen Osten, Europa und weitere Weltregionen bedrohe. „Die Angriffe des iranischen Regimes auf die Länder des Golf-Kooperationsrats heute Morgen sind unentschuldbar und nicht zu rechtfertigen“, schrieb die Parlamentspräsidentin in digitalen Medien mit Bezug auf iranische Vergeltungsschläge in der Golfregion. Teheran müsse von jeder weiteren Eskalation Abstand nehmen.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas schrieb ebenfalls in einer Kurznachricht, die iranische Führung habe Tausende Menschen getötet. Die Raketen- und Atomprogramme des Irans sowie seine Unterstützung für Terrororganisationen stellten eine ernsthafte Bedrohung für die globale Sicherheit dar.

Kallas erklärte, sie habe mit Israels Außenminister Gideon Sa'ar und anderen Ministern in der Region gesprochen. Die EU arbeite eng mit arabischen Partnern zusammen, um „diplomatische Wege zu erkunden“. Näheres führte Kallas nicht aus. „Der Schutz der Zivilbevölkerung und das humanitäre Völkerrecht haben Priorität“, so die Außenbeauftragte. Die EU-Marine-Mission Aspides im Roten Meer bleibe in höchster Alarmbereitschaft und stehe für die Sicherung der Seewege bereit.

Lucas Brüggemann

Israel: Führung in Teheran wurde gezielt angegriffen

12:47
28.02.2026
Israel hat im Iran nach Militärangaben versucht, gezielt Vertreter der Führung in Teheran anzugreifen. Am Morgen seien gleichzeitig mehrere Orte in der Hauptstadt attackiert worden, teilte die israelische Armee mit. Dort hätten sich „hochrangige Vertreter der politischen und sicherheitspolitischen Führung Irans versammelt“.

Die Armee habe sich mit Unterstützung des Militärgeheimdienstes monatelang vorbereitet, hieß es weiter. Es sei darum gegangen, „den operativen Moment zu identifizieren, in dem sich führende Repräsentanten des Regimes versammeln“.

Die Armee prüfe gegenwärtig die Ergebnisse des Angriffs und stelle sich auf eine mögliche Ausweitung des Konflikts mit dem Iran auf weitere Regionen ein. Nach iranischen Angaben sind wichtige Staatsmänner wie der Präsident wohlauf. 

Robert Mohr

Israels Armee: Hunderte Militärziele im Iran angegriffen

12:45
28.02.2026
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit dem Morgen „Hunderte iranische Militärziele“ im Westen des Irans angegriffen. Ins Visier habe das Militär etwa Raketenwerfer genommen, hieß es in einer Mitteilung. Die Armee greife weiterhin Ziele im Westen des Irans an.

Israel und die USA hatten am Morgen mit Angriffen auf den Iran begonnen. Israels Ministerpräsident Netanjahu begründet die Angriffe auf Iran mit dem Schutz vor einer existenziellen Bedrohung durch Teheran.

Laut einem israelischen Militärvertreter feuerte der Iran als Reaktion Dutzende Raketen Richtung Israel.

Robert Mohr