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Menschenrechtler besorgt um Gefangene im Iran

12:18
03.03.2026
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran zeigen sich Menschenrechtler zunehmend besorgt über das Schicksal der Häftlinge im Land. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo warnte vor schlechten Haftbedingungen, staatlichen Repressionen und Gefahren durch den Krieg.

In den ersten beiden Monaten des Jahres seien mindestens 141 Menschen im Iran hingerichtet worden, berichtete die Organisation. Die Gefahr sei groß, dass weitere Todesstrafen vollstreckt würden, insbesondere mit Blick auf die Repressionen gegen die jüngsten Massenproteste. Besonders schlecht sei die Lage im berüchtigten Ewin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran. Einige Familien hätten keinen Kontakt zu ihren Angehörigen, berichtete IHRNGO.

Olga Merz

Iran verbietet Export von Lebensmitteln

12:16
03.03.2026
Angesichts des Kriegs hat der Iran sämtliche Lebensmittelexporte verboten. Einem Regierungsbeschluss zufolge sei auch die Ausfuhr von Agrarprodukten bis auf weiteres untersagt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern sei zur Priorität erklärt worden.

Olga Merz

Israel: Wichtiger Übergang nach Gaza wieder für Hilfslieferungen offen

11:50
03.03.2026
Israel hat einen wichtigen Grenzübergang in den Gazastreifen nach einer Sperrung wegen der gemeinsam mit den USA ausgeführten Angriffe auf den Iran wieder für die Einfuhr von Hilfsgütern geöffnet. Das bestätigte ein Sprecher der zuständigen israelischen Cogat-Behörde auf Anfrage. Cogat hatte die Wiedereröffnung des Übergangs Kerem Schalom bereits am späten Montagabend angekündigt.

Israel hatte am Samstag über die Schließung der Übergänge informiert und dies mit Blick auf den Krieg mit dem Iran als «notwendige Sicherheitsmaßnahme» bezeichnet. Laut einem Sprecher der Armee handelte es sich um eine vorübergehende Maßnahme in den ersten Kriegstagen, da zunächst nicht klar gewesen sei, ob und wie die mit dem Iran verbündeten Terrororganisationen im Gazastreifen in den Krieg eingreifen würden.

Es sei nun ein «an die aktuelle Sicherheitslage angepasster Mechanismus» entwickelt worden, um einen sicheren Betrieb des Übergangs zu ermöglichen, teilte die Cogat-Behörde mit. Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Auch wie viele Hilfsgüter im Tagesverlauf in den Gazastreifen kommen sollen, blieb unklar.

Olga Merz