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Iran-Krieg - Moskau hofft auf mehr Öleinnahmen für Kriegskasse

10:15
03.03.2026
Politisch verurteilt Moskau den Angriff der USA und Israels auf den Iran, wirtschaftlich hofft das Land aber davon zu profitieren. Die kremlnahe Zeitung «Iswestija» prognostiziert unter Berufung auf Branchenexperten einen Anstieg der Haushaltseinnahmen durch einen höheren Öl- und Gasexport.

«Die Experten sind sich einig darüber, dass der russische Etat bei einem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten mit höheren Öl- und Gaseinnahmen rechnen kann», heißt es in dem Blatt. Als anhaltend gelte der Konflikt, wenn er länger als zwei Monate dauere. 

Olga Merz

Roter Halbmond: Fast 800 Tote im Iran

09:33
03.03.2026
Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen. Die Hilfsorganisation berichtete auf Telegram von Attacken in 153 Städten. Mehr als 3.600 Mitarbeiter der Rettungsdienste seien landesweit im Einsatz. An vielen Orten werden demnach Such- und Bergungsarbeiten fortgesetzt.

Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw sprach am Montag sogar von mehr als 1.500 Todesopfern. Rund 1.300 der Toten seien Mitglieder der Streitkräfte, etwa 200 Zivilisten. Die Aktivisten stützen sich bei ihrer Arbeit auf ein Netzwerk von Kontakten im Land.

Olga Merz

Israels Armee: Irans Feuerkraft lässt nach

09:21
03.03.2026
Die iranischen Angriffe auf Israel haben sich israelischen Militärangaben zufolge inzwischen abgeschwächt. «Wir beobachten, dass ihre Feuerkraft nachlässt», sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. «Wir konnten ihre Fähigkeit, Raketen auf uns und die Region abzufeuern, begrenzen.» Er räumte allerdings ein, dass dies zum Teil auch damit zusammenhängen könnte, dass die iranische Führung womöglich Waffenbestände für den Fall aufspart, dass der Krieg länger dauern sollte.

Doch wesentlich seien die israelisch-amerikanischen Angriffe: «Wir haben Hunderte ballistischer Raketen zerstört und wir beobachten», sagte Schoschani. Der Iran könne nicht mehr im großen Umfang Raketen abfeuern.

Olga Merz