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Israels Militär: Neue Angriffswelle zielt «ins Herz von Teheran»

11:20
02.03.2026
Die israelische Luftwaffe hat in den Mittagsstunden einen neuen Angriff auf Ziele im Iran gestartet. Gestützt auf Geheimdienstinformationen ziele der Angriff «im Herzen von Teheran» auf Sicherheitseinrichtungen des Landes, teilte das Militär mit. Zuvor hatte ein Sprecher bekanntgegeben, dass zwei Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstministeriums getötet worden seien, darunter ein für Israel zuständiger Beamter.

Augenzeugen in Teheran bestätigten schwere Bombardierungen in der Stadtmitte. Sie sollen sich in der Nähe des Parlaments ereignet haben. Auch im Norden der Millionenmetropole mit ihren rund 15 Millionen Einwohnern wurden Raketeneinschläge beobachtet.

Laura Kurtz

Frankreich sagt von Iran angegriffenen Golfstaaten Hilfe zu

10:32
02.03.2026
Frankreich hat den vom Iran angegriffenen Golfstaaten und Jordanien Hilfe bei ihrer Verteidigung zugesichert. «Den befreundeten Ländern, die gezielt mit Raketen und Drohnen der Revolutionsgarden angegriffen und in einen Krieg verwickelt wurden, den sie nicht gewählt haben – Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Irak, Bahrain, Kuwait, Oman und Jordanien – bekundet Frankreich seine uneingeschränkte Unterstützung und Solidarität», sagte Außenminister Jean-Noël Barrot in Paris. «Es ist bereit (...), sich an ihrer Verteidigung zu beteiligen.»

Laura Kurtz

Israels Botschafter: Iran will Europa in den Krieg ziehen

10:25
02.03.2026
Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, wirft dem Iran vor, Europa in den Krieg im Nahen Osten hineinziehen zu wollen. Der mutmaßliche Drohneneinschlag auf einem britischen Luftwaffenstützpunkt im EU-Staat Zypern sei für ihn ein Anzeichen dafür, dass der Iran versuche, die Europäer in Kampfhandlungen zu verwickeln, sagte Prosor der Deutschen Presse-Agentur. «Hoffentlich wird Europa das mal sehen und darauf auch reagieren - in welcher Art und Weise, das ist eine Entscheidung, die in Europa getroffen wird.»

Racheakte in Deutschland möglich

Prosor hält nach den Angriffen auf den Iran Racheakte der iranischen Führung auf deutschem Boden für möglich. «Ich halte bei diesen Terroristen alles für möglich», sagte Prosor der Deutschen Presse-Agentur. «Das heißt, wir müssen uns darauf gut vorbereiten, immer mit einem offenen Auge schlafen.» Man müsse «on high alert» (in höchster Alarmbereitschaft) sein.

Iran hat Europa «an der Nase herumgeführt»

Prosor kritisierte, dass Europa zu lange auf Verhandlungen mit dem Iran gesetzt habe. «47 Jahre hat dieses Mullah-Regime eigentlich mit Europa verhandelt, Geschichten aus Tausendundeiner Nacht erzählt, hat eigentlich Europa an der Nase herumgeführt.» All das habe aber zu nichts geführt.

Prosor bedankte sich bei Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) für die Verstärkung der Sicherheitsvorkehrungen an jüdischen Einrichtungen, Schulen, Synagogen und auch an der israelischen Botschaft. «Ich glaube, dass die Bundesregierung das tut, um jüdisches Leben und Einrichtungen zu schützen. Und ich glaube, dass es wichtig ist.»

Laura Kurtz