Israels Armee griff in Reaktion darauf in Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder der Hisbollah an. Ein weiteres sei im Süden des Libanons getroffen worden. Die Angriffe im Libanon würden fortgesetzt, «ihre Intensität wird zunehmen», kündigte der zuständige israelische Kommandeur Rafi Milo heute Morgen nach der ersten Angriffswelle an. Israel und die Hisbollah führten bis Ende 2024 Krieg, seither gilt eigentlich eine Waffenruhe. Die Miliz ist zwar stark geschwächt, soll jedoch noch über große militärische Fähigkeiten verfügen.
Eine weitere mit dem Iran verbündete Miliz im Irak griff nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad an. Sie habe heute am frühen Morgen den US-Stützpunkt nahe dem Flughafen mit einer Drohne attackiert, teilte Saraja Aulija al-Dam mit. Auch sie sprach von «Vergeltung» für Chameneis Tod und «Unterstützung» für den Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite oder vom US-Militär gab es zunächst nicht.
Israel und die USA attackieren seit Samstag Ziele im Iran. In den ersten 24 Stunden griff allein das US-Militär nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Ziele in der Islamischen Republik an. Dazu gehörten unter anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme, Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen, wie das Regionalkommando des Militärs (Centcom) mitteilte.
Teheran reagiert mit Gegenangriffen auf Israel und auf Golfstaaten, in denen die USA Stützpunkte unterhalten. Die Staaten in der Region des Persischen Golfs verurteilten Irans «ungerechtfertigte» Angriffe auf ihre Territorien. Man werde «alle nötigen Maßnahmen» ergreifen, Sicherheit und Stabilität zu gewähren sowie alle Bürger zu schützen, «einschließlich der Option, auf die Aggression zu antworten», erklärten die Außenminister des Golfkooperationsrats (GCC).