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Israel warnt vor Eskalation

05:20
02.03.2026
Israels Armee griff in Reaktion darauf in Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder der Hisbollah an. Ein weiteres sei im Süden des Libanons getroffen worden. Die Angriffe im Libanon würden fortgesetzt, «ihre Intensität wird zunehmen», kündigte der zuständige israelische Kommandeur Rafi Milo heute Morgen nach der ersten Angriffswelle an. Israel und die Hisbollah führten bis Ende 2024 Krieg, seither gilt eigentlich eine Waffenruhe. Die Miliz ist zwar stark geschwächt, soll jedoch noch über große militärische Fähigkeiten verfügen.

Eine weitere mit dem Iran verbündete Miliz im Irak griff nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad an. Sie habe heute am frühen Morgen den US-Stützpunkt nahe dem Flughafen mit einer Drohne attackiert, teilte Saraja Aulija al-Dam mit. Auch sie sprach von «Vergeltung» für Chameneis Tod und «Unterstützung» für den Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite oder vom US-Militär gab es zunächst nicht.

Israel und die USA attackieren seit Samstag Ziele im Iran. In den ersten 24 Stunden griff allein das US-Militär nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Ziele in der Islamischen Republik an. Dazu gehörten unter anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme, Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen, wie das Regionalkommando des Militärs (Centcom) mitteilte.

Teheran reagiert mit Gegenangriffen auf Israel und auf Golfstaaten, in denen die USA Stützpunkte unterhalten. Die Staaten in der Region des Persischen Golfs verurteilten Irans «ungerechtfertigte» Angriffe auf ihre Territorien. Man werde «alle nötigen Maßnahmen» ergreifen, Sicherheit und Stabilität zu gewähren sowie alle Bürger zu schützen, «einschließlich der Option, auf die Aggression zu antworten», erklärten die Außenminister des Golfkooperationsrats (GCC).

Iran-Konflikt weitet sich aus - Hisbollah greift Israel an

05:19
02.03.2026
Der Konflikt im Nahen Osten weitet sich nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei weiter aus. Die libanesische Hisbollah-Miliz feuerte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel ab und greift damit an der Seite Teherans in den Kampf gegen den Erzfeind ein. Israel reagierte mit Bombardements in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut und anderen Teilen des nördlichen Nachbarlandes. Zugleich startete Israels Luftwaffe nach Armeeangaben eine neue Angriffswelle im Herzen Teherans. Auch das US-Militär greift laut Präsident Donald Trump weiter im Iran an.

Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz Israel mit Raketen angreift. Sie begründete dies mit der Tötung Chameneis bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Teheran. Israels Armee fing nach eigenen Angaben ein Geschoss ab, andere seien in offenem Gelände niedergegangen. Die Hisbollah trage «die volle Verantwortung für jede Eskalation», erklärte der israelische Generalstabschef Ejal Zamir in der Nacht. 

Reisende sollen dringlichst im Hotel bleiben

05:18
02.03.2026
Auch Reiseanbieter kümmern sich eigenen Angaben zufolge um ihre Gäste, vor allem vor Ort durch Reiseleiter. Dertour etwa hat zudem eine Krisenhotline eingerichtet - für festsitzende Reisende in Nahost wie auch für von Flugabsagen Betroffene weltweit. „Unser Krisenmanagement steht dazu im engen Austausch mit den zuständigen Behörden im In- und Ausland und mit den Fluggesellschaften sowie den Koordinierungseinheiten vor Ort“, heißt es auf der Website.

Vorerst aber bleibt viel Unsicherheit - nicht nur bei der Frage, wann die Reise weitergehen kann. Eine Reisende aus Hamburg, die auf der Rückkehr von Malaysia mit der Airline Emirates in Dubai gestrandet ist, berichtete am Sonntag, dass sie von ihrem Hotel aus Rauchsäulen über der Stadt sieht. Mehrere Menschen hätten ihr erzählt, es habe am Flughafen Trümmer gegeben.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) rät, „Veranstaltergäste sollten den Anweisungen der örtlichen Behörden folgen sowie dringlichst in ihrem gebuchten Hotel bleiben und sich nicht eigenständig zum Flughafen oder in das Nachbarland begeben.“

Auch auf Kreuzfahrtschiffen sitzen Touristen in den Häfen der Region fest - etwa auf „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ vom deutschen Anbieter Tui Cruises mit einer möglichen Kapazität für insgesamt gut 5.000 Reisende. „Aufgrund der weiterhin dynamischen Lage in der Region sowie eingeschränkter Flugverbindungen sind wir derzeit auf die Informationen der Airlines angewiesen, um zu klären, ob und wann Rückflüge stattfinden können“, heißt es auf der Website. „Sobald uns hierzu verlässliche Angaben vorliegen, stimmen wir die nächsten Schritte eng mit unseren Partnern ab.“

Laut DRV sind aktuell rund 30.000 Reisende von deutschen Veranstaltern von der Situation betroffen. Sie halten sich derzeit in der Region auf oder ihre Flüge aus anderen Regionen der Welt sollten über die Drehkreuze in der Region gehen. Wie viele Deutsche konkret aktuell in der Golfregion sind, ist unklar.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Sonntag, in der Krisenvorsorgeliste hat sich bislang eine niedrige fünfstellige Zahl betroffener Deutscher in der Golfregion registriert - also mehr als 10.000 Menschen. Das können Urlauber sein oder im Ausland lebende Deutsche, die Registrierung ist freiwillig.