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Kallas: EU-Marineoperation „Aspides“ wird verstärkt

20:10
01.03.2026
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat ein Ende der Bedrohung durch den Iran für die Schifffahrt in der Straße von Hormus gefordert und dabei eine Verstärkung der EU-Marineoperation „Aspides“ angekündigt. Es werde ein starker Anstieg von Schutzanfragen registriert, sagte sie nach einer virtuellen Sitzung der EU-Außenminister: „Wir werden sie mit zusätzlichen Schiffen verstärken, um die maritime Sicherheit in der Region zu erhöhen.“

Kallas bezeichnete die Bedrohung der durchfahrenden Schiffe als „rücksichtslos“ und forderte, dass diese aufhören müssten. „Der gesamte Nahe Osten droht durch einen langwierigen Krieg zu verlieren“, warnte sie. Die Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gilt als eine der weltweit wichtigsten Öl-Handelsrouten. Die EU-Mission „Aspides“ schützt europäische und internationale Handelsschiffe in der Region.

Die EU-Außenminister forderten den Iran außerdem auf, die Zivilbevölkerung zu schützen und das Völkerrecht uneingeschränkt zu achten. Der Iran müsse von wahllosen Militärschlägen absehen.

Lucas Brüggemann

Türkischer Präsident Erdogan bedauert Tod Chameneis

20:05
01.03.2026
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach der Tötung des iranischen Staatschefs Ali Chamenei sein Beileid bekundet. Er bedauere den Tod Chameneis aufgrund der Angriffe am Samstag und spreche dem iranischen Volk sein Beileid aus, schrieb Erdogan auf der Plattform X.

Die Türkei werde ihre Bemühungen fortsetzen, damit der Konflikt in der Region beendet werde und man zur Diplomatie zurückkehre.

Bereits am Samstag hatte Erdogan gewarnt, der Nahe Osten werde zu einem „Feuerring“ werden, sollte der Konflikt mit dem Iran nicht eingedämmt werden. Er zeigte sich zudem besorgt über die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran und rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf.

Lucas Brüggemann

Opferzahl an Mädchenschule steigt auf 165

19:39
01.03.2026
Die Zahl der Todesopfer an einer Mädchenschule im Iran, die nach Angaben Teherans von einem israelisch-amerikanischen Angriff getroffen wurde, soll auf 165 gestiegen sein. Die Bergungsarbeiten seien inzwischen abgeschlossen, teilte der Gouverneur der Stadt Minab im Süden des Landes laut der Nachrichtenagentur Irna mit. Bei dem angeblichen Luftangriff auf die Schule seien zudem 95 Menschen verletzt worden.

Israel hatte den Vorwurf, eine Schule beschossen zu haben, zurückgewiesen. „Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt. Ich weiß, dass die Amerikaner nachprüfen, ich weiß, dass wir nachprüfen“, sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani.

„Und was ich weiß, ist, dass wir in der Lage waren – und das wird auch von den Amerikanern und den Iranern bestätigt – 40 Personen auszuschalten, die sich vor uns versteckt hatten, auf sehr präzise Weise, mehr als tausend Meilen entfernt“, sagte Schoschani offenbar mit Blick auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Lucas Brüggemann