Torsten Lieberknecht bemühte nach der 0:1-Niederlage gegen Hertha BSC Anfang November auf dem Betzenberg die Statistik. Die habe für den FCK gesprochen. Geholfen hat es nicht. Nun hier im Berliner Olympia-Stadion im DFB-Pokal-Achtelfinale sprechen einige Zahlen für den FCK. 245 Pässe spielte der FCK, 182 die Hertha – ergibt eine Passquote von 54 zu 46 Prozent für den FCK. Allerdings sind darunter sehr viele Fehlpässe. Das führte schließlich zur verdienten 3:1-Führung für die Berliner. Der FCK spielte schwach in den ersten 45 Minuten. Es war eine Leistung, die man schonungslos hinterfragen muss. Von einer erwarteten Reaktion, die FCK-Coach Lieberknecht forderte, war nichts zu sehen. Die Gier und die Galligkeit, die FCK-Boss Thomas Hengen in Braunschweig vermisste, diese fehlten auch in Berlin. Ein Lebenszeichen sendete Marlon Ritter. Sein Tor zum 1:3 gibt Hoffnung.
Marek Nepomucký