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Von der Leyen zu Gaza-Deal: Ein neues Kapitel kann beginnen

08:27
13.10.2025
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Freilassung der Geiseln durch die Hamas als Zeichen der Hoffnung und Chance für Friede gewertet. Die Rückkehr der Menschen aus der Gefangenschaft sei ein Moment der Erleichterung für die ganze Welt, schrieb sie in sozialen Netzwerken. „Es bedeutet, dass ein Kapitel geschlossen werden kann. Ein neues kann beginnen.“

Von der Leyen kündigte zudem EU-Hilfe für den Friedensplan an. Der geplante Vertrag zur Beendigung des Krieges zwischen Israel und der Hamas werde ein historischer Meilenstein sein und die EU sei bereit, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu seinem Erfolg beizutragen, teilte sie mit. Konkret wolle man etwa die Palästinensische Autonomiebehörde bei Reformen und bei der Verbesserung der Regierungsführung unterstützen. Zudem werde die EU eine aktive Kraft innerhalb der Gebergruppe für Palästina sein und EU-Mittel für den Wiederaufbau des Gazastreifens bereitstellen.

Jan-Felix Jasch

Restliche Geiseln im Gazastreifen freigelassen

07:56
13.10.2025
Im Gazastreifen sind die restlichen von der islamistischen Hamas festgehaltenen Geiseln freigelassen worden. Mehrere israelische Medien berichteten, dass 13 der aus Israel entführten Menschen dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben worden seien.

Jan-Felix Jasch

Trump: Gaza-Deal „vielleicht größte Sache“ meiner Karriere

07:54
13.10.2025
Die Einigung zwischen der Hamas und Israel im Gaza-Krieg ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump der womöglich größte Erfolg seiner Karriere. Das Abkommen „könnte die größte Sache sein, in die ich jemals involviert war“, sagte Trump einem Reporter der US-Nachrichtenseite Axios heute auf dem Weg in den Nahen Osten.

Trump hatte die Einigung durch Druck auf Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sowie auf die Hamas vermittelt - unterstützt von Katar, Ägypten und der Türkei.

Trump feiert das Gaza-Abkommen bereits als Durchbruch und sieht einen dauerhaften Frieden für den Nahen Osten bevorstehen. Viele Fragen im Konflikt zwischen Israel und Hamas wie auch in der Region sind aber ungelöst. Auch die Zukunft des Gazastreifens ist völlig offen.

Trump verteidigte in dem Interview auch die von ihm angeordneten Angriffe auf Irans Atomanlagen im vergangenen Juni. Die Einigung mit Israel und der Hamas, die vom Iran unterstützt wird, wäre ohne diesen Angriff nicht möglich gewesen, sagte Trump. Erst durch die Schwächung des Irans habe sich die inzwischen auch deutlich geschwächte Hamas zu mehr Kompromissen bereit gezeigt.

Trump will noch vor dem israelischen Parlament - der Knesset - eine Rede halten. Seine Botschaft an die Israelis werde dabei „Liebe und Frieden für die Ewigkeit“ sein, sagte Trump laut Axios.

Jan-Felix Jasch

Hamas-Geiseln telefonieren vor Freilassung mit Angehörigen

07:27
13.10.2025
Kurz vor ihrer erwarteten Freilassung haben einige Geiseln in Gewalt der Hamas Berichten zufolge per Video mit ihren Angehörigen telefonieren können. Israelische Medien veröffentlichten Bilder der Gespräche, auch Videos davon tauchten in sozialen Medien auf. Für die Geiseln war es wohl der erste Kontakt mit ihren Familien nach Gefangenschaft seit zwei Jahren, in der sie komplett von der Außenwelt abgeschnitten waren. Die Videos dienen als Propaganda für die islamistische Terrororganisation, die sich damit als menschlich inszenieren kann. Bei den Bildern der Gespräche sind teilweise Hamas-Mitglieder im Hintergrund zu sehen.

Der Hamas war bei vorigen Geisel-Freilassungen ebenfalls vorgeworfen worden, diese für propagandistische Zwecke zu nutzen. Die heutigen Freilassungen sollen deshalb ohne öffentliche Zeremonie und ohne Medienvertreter ablaufen.

„Ihr kommt nach Hause - ihr kommt alle nach Hause“, sagte die Mutter einer Geisel, Einav Zangauker, unter Tränen laut einem Bericht der „Times of Israel“. „Es gibt keinen Krieg mehr.“ Medien veröffentlichten auch Fotos anderer Geiseln, darunter die Brüder David und Ariel Cunio und Nimrod Cohen, wie sie per Video mit ihren Familien telefonieren. „Ich konnte nichts hören, aber ich habe sie gesehen und das reicht“, sagte demnach die Mutter der Cunio-Brüder.

Jan-Felix Jasch