Antworten liefern diese Best Cases von Saskia Funke (Funkhaus Nürnberg), Sina Linhardt (Funkhaus Nürnberg) und Robert Sterner (Radio TOP FM), moderiert von Alexander Zeitelhack (zeitelhack.com):
Radio Day 25: Emotionaler Neustart im Funkhaus Nürnberg
Novum nach 15 Jahren Systemverkauf: Statt des klassischen Vertriebs standen dieses Mal Erlebnis und Emotionalität im Fokus. Die Einladung erfolgte in vier Wellen per E-Mail, ergänzt durch telefonischen Nachfass. Am Ende meldeten sich 132 Unternehmen für das Event an, das innerhalb von nur acht Wochen geplant wurde. Das Ziel - ein interaktiven Erlebnis aller vier UKW-Sender des Funkhauses. Es gab Mitmachstationen, Gewinnspiele und einen Blick hinter die Kulissen. Eine Keynote von Geschäftsführer Christian Schalt, Networking mit Snacks sowie eine Angebotsmappe rundeten den Tag ab.
Das Ziel, Kunden emotional zu binden, statt nur zu verkaufen, wurde laut Funkhaus erreicht. Das Feedback war demnach “durchweg positiv”. Es geht weiter: Für 2026 sind mehr Kapazität, ein verbessertes Einladungssystem und eine mögliche Ausweitung auf zwei Tage geplant.
TOP FM Ü30 Party: Einnahmen und Reichweite – ohne großen Aufwand
Mit der TOP FM Ü30 Party entwickelte Radio TOP FM ein Eventkonzept, das Werbung, Präsenz und Einnahmen ermöglicht – ohne eigene Eventabteilung und mit minimalem Aufwand. Hintergrund waren sinkende Budgets für Eigenwerbung und Clubbetreiber in Notlage seit der Pandemie.
Interessant: Der Club ist Veranstalter, übernimmt Organisation, Bewerbung und zahlt einen Fixbetrag oder Eintrittsanteil an den Sender. TOP FM steuert Markenname, On-Air-Spots, Ticketverlosungen und Branding vor Ort bei.
Die Rechnung geht auf: Mittlerweile laufen Partys an vier Standorten, zwei weitere sind in Planung. Es entstehen fünfstellige Zusatzeinnahmen, u. a. durch Sponsoren, sowie große Werbewirkung über Social Media, Plakate und Flyer. Zudem sorgen die Partys für neue Kundenanfragen.
Learnings:
- Vertrauen in die Clubbetreiber ist entscheidend
- Seltene Termine (max. 2×/Jahr pro Club) halten das Event exklusiv
- Der Ruf des Clubs zählt mehr als der Ruf der Party
- Für die Clubbetreiber sind Gastronomieeinnahmen oft wichtiger als Eintritt
- Bei Eintrittsbeteiligung muss ein eigener Mitarbeiter vor Ort mitkassieren