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WOTSCH.TV ist online!

13:39
25.06.2025
Und damit auch eine Chance, alle zusammenzubringen! Ab sofort kooperieren alle 14 bayerischen Lokal-TV-Anbieter auf einer Medien- bzw Streaming-Plattform, um ihre Inhalte gemeinsam im Netz zu verbreiten. Mit der Mediathek reagieren die Anbieter auf das veränderte Nutzungsverhalten.

Christian Dutz, WeLocal World, steckt hinter den technischen Details, die auf der Plattform WOTSCH.TV mit vielen Themenchannels wie Reportagen, Sport, Kochen oder auch Talk unter anderem einen FAST Channel ermöglichen, einen gestreamten Livesender, der beworben werden kann. Reichweite und Social Media sollen Dutz zufolge für Reichweite sorgen. Alles in allem soll eine Welt entstehen, in der Menschen Bayerisches finden. Passend dazu hatte Antenne-Bayern-Chefin Valerie Weber im Audio-Gipfel der #LRFT25 gefordert: "Statt einer neuen Plattform des Lokalfernsehens braucht es auch eine für das Lokalradio, vielleicht auch gemeinsam mit dem Regionalfernsehen."

Was unterscheidet WOTSCH.TV von anderen Mediatheken?

 Dem bayerischen TV-Macher Thomas Eckl, der auch als Geschäftsführer hinter der Medienplattform steht, geht es darum, neuen Zuschauenden eine Heimat zu bieten, eine "Inhalte-Plattform". Für BLM-Geschäftsführerin Dr. Annette Schumacher ist es sinnvoll, dass die lokalen Sender, "überall dort sind, wo sich die Zuschauenden befinden". So erklärt sie auch, dass kurz nach dem Start der 14 bayerischen Kanäle auf der ProSiebenSat.1-Streaming-Plattform Joyn mit WOTSCH.TV ein weiteres Online-Angebot bedient wird. Mit dem Unterschied: Perspektivisch soll daraus ein großer bayerischer Pool für lokale und regionale Inhalte werden. Ein erster großer Schritt, "um die Zukunftsfähigkeit der bayerischen Sender zu gewährleisten, der auf Kooperation beruht", betont die BLM-Managerin. Man sollte gerade heutzutage auch Dinge ausprobieren können.

Hinter der Redaktion steht Torsten Cuck von TV Oberfranken. Dort wird entschieden, welche Nachrichten aus dem großen weiß-blauen Pool auf WOTSCH.TV den "One Stop Shop für lokale Inhalte" bereichern und über Social-Media-Kanäle weiter verbreitet werden soll. Das Sendematerial läuft über die Sharing-Plattform von WeLocal. KI soll unterstützen, um die Inhalte zu optimieren. "Aber alle bayerischen Orte kennt die KI auch nicht, da muss man schon mal korrigieren", so der WOTSCH-Redaktionsleiter. Gerade beim Beiboot Social Media soll KI die Geschwindigkeit erhöhen.

Wie steht es um die Finanzierung?

Eckl gibt die Devise aus, dass WOTSCH.TV als Investment in die Zukunft verstanden und die letzten Abstimmungen unter den 14 Teilnehmenden einstimmig ausgefallen sind. "Das ist für uns eine Chance, die wir jetzt ergreifen - mit freundlicher Unterstützung der Landesregierung und der BLM", so Eckl, der mögliche Ängste um neu verteilte Fördergelder vertreiben möchte. Er zeigt sich zuversichtlich, im digitalen Verbund neue Finanzierungsmodelle entwickeln zu können, vor allem, wenn es um Werbung geht.

Petra Schwegler

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