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Nachts auf der Bourbon Street

06:55
08.02.2025
Nicht, dass Sie denken, wir würden hier in New Orleans Tag und Nacht arbeiten. Manchmal machen wir die Nacht auch zum Tag. Freitag, Bourbon Street, kurz vor Mitternacht. Schwer zu beschreiben, unheimlich viele Leute, beste Stimmung, aus allen Richtungen dringt laute Musik ins Ohr, kein klassischer Jazz, eher so tzz tzz tzz...whhopp, whhopp, whoopp. Und von den Balkon werfen die Menschen ohne Unterlass sogeannte Beads, Perlenketten vom Mardi Gras, dem hiesigen Karneval. 

Hergebracht hatte uns Diana. Sie arbeitet beim Tourismusbüro der Stadt und schickt uns immer wieder Ideen für Geschichten, Kontakte, Tipps zum Essengehen. Für alles, was nichts mit der NFL und dem Super Bowl zu zu tun hat, ist sie unsere Ansprechpartnerin. Großartig! Hat was von persönlicher Betreuung. Danke, Diana! Für den Freitagabend hat sie uns auf eine Party eines britischen Reiseveranstalters eingeladen. Ben ist mit einer ganzen Gruppe in New Orleans angekommen, sie gehen zum Spiel. Und zum Auftakt stand eine Gesprächsrunde mit einer TV-Moderatorin. 

Später ging es dann über die Bourbon Street. Hier heißt es einfach nur: Treiben lassen. Schauen. Aufsaugen. Ganz viel Lebensfreude. Kaum vorzustellen, wenn in diese fröhliche Menschenmasse ein Auto rast. So wie am 14. Januar geschehen. Bewusst wird einem das, wenn man die Bourbon Street verlässt. Dort ist ein Denkmal entstanden, an dem viele Blumen niederlegen. Und die Ketten vom Mardi Gras. 

Sven Wenzel