Zeit für ein paar persönliche Worte. Eine Sache beschäftigt mich schon seit der Ankunft in New Orleans. Denn wann immer ich das Mediencenter betrete, ist da auch eine gewisse Leere. Weil jemand fehlt in diesem Jahr: Günter Zapf.
Seit 2018 fahre ich zum Super Bowl - und der Sportkommentator war immer da. Er war die Stimme von US-Sportarten, von Wrestling und Football. Und er war ein toller Kollege. Hilfsbereit, zugänglich, offen, den Nachwuchs unterstützend. Seine Stimme: Unverwechselbar. Rau, herzlich, mit Münchener Färbung. Er kommentierte früher bei Tele 5 und Sport1, zuletzt für Dazn.
Anders als viele Kollegen waren wir keine dicken Freunde, wir haben uns einmal im Jahr gesehen, zum Super Bowl. Günter war immer da, wenn er nicht im Mediencenter lachte, machte er die Golfplätze in der Umgebung unsicher. In Los Angeles 2023 haben wir erstmals auf ein Bier zusammengesessen. Im vergangenen Jahr in Las Vegas hat er mich bei einer Recherche unterstützt. Weil er für einen Expertentalk bei einer Reisegruppe gebucht war, haben wir einen Fan des 1. FC Kaiserslautern ausfindig gemacht, der zum Super Bowl reiste.
Ein paar Monate später, Ende Juni, las ich im Internet, dass Günter Zapf mit 66 Jahren gestorben sei. Ich war geschockt. Günter fehlt nun in New Orleans. Aber er ist doch dabei und nicht vergessen. Sein Name wird immer wieder genannt.