Vor etwa einer Woche wurde bekannt, dass Preußen Münster, Absteiger aus der 3. Liga, den Gang vor ein Zivilgericht prüft. Von mangelndem Fair-Play ist die Rede, da Münster deutlich später als viele andere Drittliga-Clubs ins Mannschaftstraining einsteigen durfte. Ziel ist der Klassenerhalt durch Aussetzung der Abstiegsregelung.
Ganz ähnlich will es nun Dynamo Dresden handhaben, nur etwas fundierter. Nach Abschluss der Saison - Dresden ist sportlich abgestiegen - beauftragte der Verein eine Anwaltskanzlei mit der Prüfung, ob eine Aussetzung der Abstiegsregelung oder eine Entschädigung für den sportlichen Nachteil Dresdens angebracht wäre. Wie die Bild-Zeitung berichtet, liegt das Ergebnis der Kanzlei mittlerweile vor. Mit diesem im Rücken soll es bereits ein erstes Gespräch mit Vertretern der DFL gegeben haben.
Noch versuchen sich die Verantwortlichen der SG außergerichtlich mit der DFL zu einigen. Doch den Gang vor ein Zivilgericht scheuen die Sachsen nicht. „Das bedeutet auch, dass wir alle juristischen Möglichkeiten im Sinne von Dynamo Dresden ausschöpfen werden, um gegen diese Ungerechtigkeit vorzugehen, wenn wir damit Aussicht auf Erfolg haben." sagte der kaufmännische Geschäftsführer Michael Born noch während der Zweitliga-Saison.
Aufgrund der 14-tägigen Quarantäne, in die die komplette Profimannschaft nach zwei positiven Testergebnissen musste, startete Dresden zwei Wochen später als die Konkurrenz in den ohnehin schon eng getakteten Spielplan nach dem Restart der 2. Liga. Die Sachsen waren gezwungen vom 31.05. bis zum 28.06. neun Spiele, also bis auf den letzten Spieltag im drei-Tage-Rhythmus, zu spielen.
Stephen Leuschner