Es knirscht noch ordentlich im Getriebe beim TV Hude, aber immerhin hat der Tischtennis-Verbandsligist die ersten Punkte der Saison eingefahren. Nach der Auftaktniederlage gegen die Orcas Oldenburg gewann das erste Team der Huder sein Heimspiel gegen den ATSV Sebaldsbrück mit 9:5. „Erst einmal sind wir froh, dass wir gewonnen haben. Das war aber kein Auftritt, nach dem man sagen könnte, dass wir jetzt richtig in der Liga angekommen wären", bilanzierte TVH-Spieler Julian Meißner.
Der Oberliga-Absteiger, der gerne wieder oben angreifen würde, tat sich schwer gegen einen Aufsteiger, der wohl nur um den Klassenerhalt kämpfen wird. Anfangs schien noch alles nach Plan zu laufen. Nur das Doppel drei aus Meißner und Noah Krüger verlor. Die Huder Doppel eins und zwei siegten überzeugend. Martin Wille und Joshua Martin erhöhten auf 4:1.
In der Folge kamen die Huder gegen die unbequemen Gästen, die mit Daniel Weber, Johnny Langkowski und Stefan Schumacher gleich drei Noppenspieler in ihren Reihen hatten, aber nicht mehr so richtig ins Spiel. Vier Einzel in Folge gaben sie ab, obwohl jeder Huder einen teilweise deutlich höheren TTR-Wert aufwies als sein Gegner. Vor allem Oscar Schoppes Niederlage gegen den mit 243 Punkten weniger gelisteten Viet Luu (1971 zu 1748) kam einer kleinen Sensation gleich. „Das war in der Mitte und unten viel zu wenig“, fand Meißner.
Somit stand es 4:5. Es drohte ein absoluter Fehlstart, der eine vordere Platzierung oder gar den Wiederaufstieg in weite Ferne hätten rücken lassen. Nun fingen sich die Gastgeber jedoch. Wille, Joshua Martin, Jacob Martin und auch Schoppe gewannen überzeugend, sodass der TVH mit 8:5 führte.
Meißner machte gegen den zwischen Störspiel am Tisch und Abwehr wechselnden Langkowski anfangs zu viele Fehler und lag 0:2 zurück. Am Nebentisch hatte auch Noah Krüger gegen Schumacher Probleme und die ersten beiden Sätze verloren. Der Gang ins Enddoppel drohte. Dann aber verlegte sich Meißner darauf, die Bälle sicherer mit weniger Risiko auf den Tisch zu spielen. Das reichte, um die nächsten drei Durchgänge deutlich zu gewinnen.
Durch das 9:5 waren die zwei Punkte gesichert. Die Leistung gegen die jungen Gäste, die alle zuvor noch nie in der Verbandsliga gespielt haben, war aber zu wechselhaft für die Ansprüche der Huder. Das sah auch Meißner so: „Wir müssen uns unbedingt steigern, gegen andere Gegner wird das so vermutlich nicht reichen“. Erst einmal hat der TVH nun drei Wochen Pause, dann wartet im Auswärtsspiel beim Oldenburger TB wohl ein anderes Kaliber.
TV Hude – ATSV Sebaldsbrück 9:5
Wille/Schoppe – Weber/Langkowski 11:9, 11:5, 11:8; Joshua Martin/Jacob Martin – Bödeker/Kortlepel 13:11, 8:11, 11:9, 11:9; Meißner/Krüger – Luu/Schumacher 11:3, 10:12, 6:11, 9:11; Wille – Weber 12:10, 12:10, 11:8; Joshua Martin – Bödeker 13:11, 8:11, 11:8, 8:11, 11:8; Schoppe – Luu 7:11, 10:12, 6:11; Jacob Martin – Kortlepel 9:11, 11:5, 9:11, 5:11; Meißner – Schumacher 11:13, 11:3, 9:11, 11:7, 5:11; Krüger – Langkowski 8:11, 5:11, 6:11; Wille – Bödeker 11:2, 11:9, 11:2; Joshua Martin – Weber 13:11, 11:6, 11:9; Schoppe – Kortlepel 11:6, 10:12, 11:6, 11:8; Jacob Martin – Luu 11:3, 11:6, 11:6; Meißner – Langkowski 5:11, 10:12, 11:5, 11:6, 11:5