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Drei Medaillen für Ganderkeseer Ehepaar bei European Transplant Games

08:02
07.07.2026
Mit zwei Silber- und einer Bronzemedaille im Gepäck sind Dirk und Nicole Krause aus Ganderkesee von den European Transplant Games im niederländischen Arnheim zurückgekehrt. Die beiden nahmen jüngst an den alle zwei Jahre stattfindenden europäischen Spielen für Organ- und Stammzelltransplantierte teil und erzielten dabei beachtliche Erfolge im Bowling.

Dirk Krause gewann die Silbermedaille im Bowling-Einzel sowie Bronze im Bowling-Doppel. Außerdem trat er im Mixed-Wettbewerb an. Nicole Krause sicherte sich im Bowling-Einzel ebenfalls die Silbermedaille und startete zusätzlich im Mixed-Wettbewerb.

Die Entscheidungen im Bowling fielen jeweils über drei Spiele und waren bis zum letzten Wurf spannend. Nicole Krause verpasste die Goldmedaille lediglich um zwei Pins. Dirk Krause, der für den ABC Delmenhorst bowlt, fehlten am Ende nur vier Pins auf Rang eins.

Die Teilnahme an den European Transplant Games ist Menschen vorbehalten, die eine Organ- oder Stammzelltransplantation erhalten haben. Auch Dialysepatienten sowie Organspender und Spenderfamilien können an den Wettbewerben teilnehmen. Dirk Krause lebt seit einer Nierentransplantation im Januar 2006 dank einer postmortalen Organspende mit dem geschenkten Organ. Nicole Krause ist nach einer Stammzelltransplantation im Jahr 2015 startberechtigt. Beide gehören dem Verein TransDia Sport Deutschland an, der transplantierte Menschen und Dialysepatienten im Sport unterstützt.

Die European Transplant Games stehen unter dem Motto „Celebrate Life“ („Feiern Sie das Leben“) und möchten zeigen, dass ein aktives und erfülltes Leben nach einer Transplantation möglich ist. Gleichzeitig werben die Spiele für die Bedeutung der Organ- und Gewebespende sowie für die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung auf die Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe von Transplantierten.

In Arnheim gingen in diesem Jahr 762 Athletinnen und Athleten aus 24 Ländern an den Start. Das Programm umfasste 15 Sportarten – von Leichtathletik und Schwimmen über Badminton, Tischtennis und Darts bis hin zu Bowling und Walking Football.

Michael Kerzel

Ehepaar Garde aus Ganderkesee holt Doppelgold im Kugelstoßen

08:01
07.07.2026
Seit Jahren feiern die für die LGG Ganderkesee startenden Leichtathleten Diana und Ulrich Garde bei zahlreichen Meisterschaften auf nahezu allen Ebenen unzählige Siege. Und dennoch feierte das Ehepaar bei den norddeutschen Masters-Meisterschaften in Cottbus jüngst eine besondere Premiere: Beide holten in ihren Altersklassen Gold im Kugelstoßen.

Ulrich Garde gewann den Titel mit 13,06 Metern in der Altersklasse M60, Diana Garde siegte mit 9,38 Metern in der AK W55. Für Ulrich Garde war der Titelgewinn in seiner Spezialdisziplin keine große Überraschung. Hingegen gehört das Kugelstoßen nicht unbedingt zu der Paradedisziplin von Diana Garde, ist sie doch eher im Sprint sowie in den Sprungdisziplinen wie Weit- und Dreisprung zu Hause. "Das war schon ein wenig ulkig. Ein Ehepaar in der gleichen Disziplin auf Rang eins. Das gab’s wohl noch nie", meinte Ulrich Garde, der aufgrund noch nicht ganz auskurierter Verletzungen auf weitere Wettkämpfe in der brandenburgischen Kreisstadt verzichtete.

Diana Garde gewann neben ihrer etwas überraschenden Goldmedaille im Kugelstoßen noch viermal Silber (100 Meter Lauf in 14,20 Sekunden, 200 Meter Lauf in 29,40 Sekunden, Weitsprung mit 4,19 Metern sowie Dreisprung mit 9,18 Metern). Ein wenig haderte sie mit der zu starken Windunterstützung von über zwei Meter/Sekunde sowohl in den Sprint- als auch den Sprungdisziplinen. Der Wind verhinderte, dass die erzielten Leistungen für die Bestenlisten gewertet werden.

Die ebenfalls für die LGGG startende Delmenhorsterin Ingrid Thomas durfte sich in Cottbus trotz strömenden Regens über ihren Titelgewinn im 5000 Meter-Lauf in der AK W60 in 25:04,23 Minuten freuen. Renate Köhler vom Delmenhorster TV stellte sich trotz einiger Kreislaufprobleme dem Wettkampf im 5000 Meter-Bahngehen der AK W75. Auch sie durfte sich in 38:43,30 Minuten über einen weiteren Titelgewinn freuen. "Ich wäre gerne schneller gegangen, aber mehr war heute nicht drin. Angesichts der Umstände bin ich ganz zufrieden", meinte sie.

Richard Schmid