Die diesjährigen Jugendlandesmeisterschaften im Schach verliefen für den Delmenhorster SK sehr erfolgreich. Gleich drei Landesmeister- sowie zwei Vizemeistertitel gingen in die Delmestadt.
Erwartungsgemäß holte sich Liz Eitel den Titel der Bremer Meisterin in der U18-Altersklasse. Damit machte die 14-Jährige das Triple voll, denn bereits im Februar holte sie den Landesmeistertitel bei den Frauen sowie die niedersächsische Schullandesmeisterschaft der Mädchen mit dem
Willms-Gymnasium. Eitel trat in diesem Jahr bei den U18-Jungs an und belegte hier in der Gesamtwertung Rang zwei hinter Finn Helms von Werder Bremen, gegen den sie im Endspiel ihre einzige Niederlage hinnehmen musste. Auf den dritten Platz kam ihr Bruder Luc Eitel, der im Geschwisterduell gegen Liz das Nachsehen hatte.
In der U10-Konkurrenz wurde Uz Kaan ohne Niederlage Landessieger. Kaan gewann erst im Januar auch die U8-Meisterschaft und gehört zu den Toptalenten in seiner Altersklasse in Deutschland. Der Grundschüler, der die vierte Klasse der Grundschule Hasbergen besucht, zählt zu den Favoriten bei den deutschen Meisterschaften in Willingen über Pfingsten.
Bei den Rookies wurde überraschenderweise der 16-jährige Kyrylo Pylypenko souverän Landesmeister. Der Ukrainer spielt erst seit Kurzem für den Delmenhorster SK und wird vom Internationalen Meister (IM) Giorgi Chokhonelidze, der für die DSK-Oberligamannschaft antritt, trainiert.
Sehr überraschend war das Erreichen der Bremer Vizemeisterschaft in der U8 der erst sechsjährigen Felin König. Sie besucht die erste Klasse der Grundschule Iprump und war die jüngste Teilnehmerin.
Elina Rabe trat in der U16 an und musste sich der späteren Siegerin
Theresa Schube (Werder Bremen) knapp geschlagen geben. Im Endspiel gegen Schube reichte der 16-Jährigen ein Remis nicht aus. Beide Teenager waren zwar punktgleich, doch Schube hatte die bessere Feinwertung, sodass es für Rabe nur zum zweiten Platz reichte.
Bei Ishcenko Volodymyr, der in der U14 antrat, lief es in diesem Jahr nicht ganz so rund. Dazu kam auch Pech, denn nur ein halber Punkt fehlte zum Titel. Im starken Teilnehmerfeld wurde er in der Schlussrechnung Fünfter.
Michael Kerzel