Für die deutschen Tischtennis-Meisterschaften hat sich Lea Eiselt vom TV Hude qualifiziert. Es sind zwar nicht die der Profis, sondern die der Leistungsklassen – also der Amateure, eingeteilt nach TTR-Werten – dennoch ist die Qualifikation ein großer Erfolg für Eiselt. Zumal sie das DM-Ticket gleich in zwei Konkurrenzen buchte.
Die Huderin (TTR-Wert: 1280 Punkte) spielte in Barendorf bei den Landesmeisterschaften der Frauen C (QTTR-Wert bis 1300 Punkte) mit. Dort hatte sie im vergangenen Jahr den Einzug ins Halbfinale und damit die Qualifikation für die nationalen Meisterschaften noch hauchdünn verpasst. Dieses Mal ließ sie keine Zweifel aufkommen, gewann ihre Vorrundengruppe ungeschlagen und setzte sich auch im Halbfinale gegen Sandra Blaser (Oldenburger TB) durch. Erst im Endspiel verlor sie nach vier Sätzen gegen Ulrike Berg aus Göttingen.
Am folgenden Tag trat Eiselt, die beim TVH in der Kreisklasse der Herren spielt, dann bei den Damen B (bis 1500) an. Dort war sie in ihrer Gruppe eigentlich nur an Position vier gesetzt, gewann aber gegen gleich zwei höher eingestufte Gegnerinnen und wurde mit 3:1 Siegen Gruppenzweite. Bemerkenswert war vor allem der Sieg gegen Katrin Körner vom MTV Oldendorf, die bei den Herren in der Bezirksliga und bei den Frauen in der Verbandsliga spielt.
Zwar schied Eiselt im Halbfinale aus, damit hatte sie sich aber auch in der höheren Konkurrenz einen Platz bei den deutschen Meisterschaften der Leistungsklassen Anfang Juni gesichert. "Da ich mich in beiden Klassen qualifiziert habe, muss ich mich tatsächlich entscheiden. Ich werde aber in Erfurt bei den Damen C mitspielen. Bei den Damen B darf die Fünftplatzierte nachrücken", erklärte Eiselt.
Bei den Herren A (bis 2000 Punkte) war Oscar Schoppe vom TV Hude II dabei. Der Verbandsligaspieler schied im Viertelfinale knapp gegen Dennis Lau (SC Marklohe) aus, gewann das erste Platzierungsspiel und verlor dann die Partie um Platz fünf. Damit müssten zwei vor ihm platzierte Spieler absagen, damit er doch noch einen Startplatz für Erfurt erhält.
Andreas Lehmkuhl