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Boxer David Kikava gewinnt Weser-Ems-Turnier durch vier deutliche Siege

10:46
24.02.2026
Ein wahres Mammutprogramm hat David Kikava vom Delmenhorster TV hinter sich gebracht, ehe sein Sieg bei den Weser-Ems-Meisterschaften feststand. Auch andere Delme-Boxer überzeugten mit ihren Leistungen.

Um das Finale zu erreichen, stand Kikava gleich an vier verschiedenen Wettkampfstätten viermal im Ring: In Wehrbleck besiegte der im Mittelgewicht boxende (bis 75 Kilogramm) Kikava seinen Achtelfinalgegner Conceicao Anderson (BC Norden) durch einen K.-o.-Sieg in der zweiten Runde am 31. Januar. Auch seinen Viertelfinalkampf in Oldenburg eine Woche später gegen Arif Hussein Mohammadi (VFB Oldenburg) gestaltete der DTV-Boxer mit einem klaren 5:0-Punktsieg erfolgreich.

Sein Gegner im Halbfinale, Mike Schach (ABC Lingen), zog am 14. Februar in Norden ebenfalls den Kürzeren. Im Finale in Cloppenburg traf der Delmenhorster Faustkämpfer jüngst auf Mustafa Satta (BC Norden), der nach schweren Treffern bereits in der ersten Runde die Segel streichen musste. Der Finalkampf war nach wenigen Sekunden beendet, der Kampfrichter beendete den ungleichen Kampf.

"David hat in allen Kämpfen ein großes Kämpferherz gezeigt und mit seiner guten Technik alle seine Gegner deutlich beherrscht", meinte sein Trainer Leonid Jankilewitsch, der sich zudem über das große Lob des niedersächsischen Sportwarts Michael Bochardt freuen durfte, der Kikava als Riesentalent bezeichnete. Allerdings gilt nach den Boxsport-Regularien der DTV-Boxer lediglich als Turniersieger und nicht als Weser-Ems-Meister, da er noch zu wenige Kämpfe bestritten hatte.

Celik holt Meistertitel

Sein Vereinskollege Divan Celik, der sich bereits im vergangenen Jahr im Superschwergewicht (über 90 Kilogramm) als Weser-Ems-Meister feiern lassen konnte, holte erneut den Meistertitel. Er besiegte Jawad Balhas vom BC Norden. Aufgrund der klaren Überlegenheit des DTV-Kämpfers trat Balhas zur zweiten Runde nicht mehr an. "Das war kein schöner Kampf, Balhas hat nur geklammert, geklammert und geklammert, er war total überfordert", meinte Jankilewitsch.

Eine bittere 2:3-Punktniederlage hingegen musste Siyar Karabulut (DTV) in seinem Halbmittelgewichtskampf (bis 70 Kilogramm) gegen Azad Alsheck (BW Lohne) einstecken. "Aus meiner Sicht hat Siyar gewonnen", meinte Jankilewitsch, der hinzufügte: "Er war der aktivere Kämpfer. Siyar war sowohl taktisch als auch technisch besser." Allerdings hatte er in der dritten Runde, wie sein Trainer eingestand, ein paar konditionelle Probleme. Das mag möglicherweise den Ausschlag für die knappe Punktniederlage gegeben haben. Für Karabulut, der im vergangenen Jahr deutscher Militärvizemeister wurde, steht im April erneut die deutsche Militärmeisterschaft ins Haus.

Bereits im Achtelfinale in Wehrbleck musste der DTV-Boxer Sazvan Diva gegen Gurshav Singh Bangar (VFB Oldenburg/Bremen) im Halbmittelgewicht (bis 70 Kilogramm) eine Punktniederlage einstecken. Tamnik Oguzhan vom TV Jahn Delmenhorst stand in seinem Viertelfinalkampf im Cruisergewicht (bis 85 Kilogramm) gegen Iwan Stahlke (OSC Osnabrück) in Oldenburg auf verlorenem Posten. Er hat, wie sein Trainer Ralf Carus betonte, in den vergangenen Monaten sehr stark abgenommen. "Tamnik hatte über 130 Kilogramm Körpergewicht, war also ein Superschwergewichtler. Jetzt boxte er mit 45 Kilogramm weniger Gewicht. Das war vielleicht ausschlaggebend für die Niederlage", erklärte Carus.

Ebenfalls in Oldenburg war für Bilal Salamov (DTV) die Weser-Ems-Meisterschaft zu Ende. Er unterlag in seinem Halbfinalkampf im Weltergewicht (bis 65 Kilogramm) äußerst knapp Mustafa Noori vom VFB Oldenburg.

Richard Schmid