Ein Wochenende zum Vergessen gab es für den TV Hude II in der Tischtennis-Verbandsliga. "Sehr bitter. Das waren zwei Spiele, in denen wir punkten wollten und normalerweise auch könnten. Und am Ende gehen wir ganz ohne Punkte raus", ärgerte sich Julian Meißner.
Frustrierend waren beide Niederlagen – aber auf ganz unterschiedliche Art und Weise: Gegen den TSV Lunestedt funktionierte gar nichts, schnell unterlagen die Huder dem Tabellenneunten mit 1:9. Am nächsten Tag gegen den VfL Sittensen war die Leistung viel besser, nach rekordverdächtigen fünf Stunden und 15 Minuten Spielzeit stand der TVH aber mit einem 7:9 und wieder leeren Händen da.
"Mit vier Punkten hätten wir uns schon ordentlich von den Abstiegsrängen entfernt. Jetzt müssen wir weiter nach unten schauen. Wir haben nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, haben aber auch schon gegen die drei Letzten der Tabelle gespielt", meinte Meißner.
Die Huder rechneten gegen Lunestedt mit einem ausgeglichenen Spiel, erklärte Meißner. Doch nach dem gewonnenen Doppel von Pierre Barghorn und ihm lief gar nichts mehr. Einige Einzel gingen überraschend deutlich an die Gäste, und wenn es doch mal knapp wurde, fehlte den Hudern das letzte Quäntchen: Viermal verloren sie im fünften Satz. "So ging dann auch alles irgendwie zu schnell", fand Meißner.
Das konnte man von der Partie am nächsten Tag nicht behaupten. "So lange habe ich noch nie gespielt", staunte der Huder. 27 Sätze sind das Minimum in einer Partie zwischen Sechsermannschaften, 80 das Maximum. Das erreichten die beiden Teams nicht ganz, 73 gespielte Durchgänge sind dennoch bemerkenswert.
Die Huder stellten ihre Doppel zwei und drei um, damit das Dreierdoppel gestärkt wird. Der Beginn lief aber ganz anders als gedacht. Das Huder Spitzendoppel Meißner/Barghorn verlor sein drittes Saisonspiel, dafür brachten Oscar Schoppe und Uwe Schmitt dem Sittenser Doppel eins Walle/Schwiering die erste Niederlage bei. Das vermeintlich verstärkte Doppel drei Tom Piper/Dietmar Scherf unterlag mit 9:11 im fünften Satz gegen die Routiniers Schweneker/Igel.
Als Schoppe dann genauso knapp gegen Walle verloren hatte, lautete die Huder Fünfsatz-Bilanz des bisherigen Wochenendes schon 0:6. Erst Meißner und Barghorn brachen im mittleren Paarkreuz den Bann und gewannen parallel die ersten Entscheidungsdurchgänge.
Erwartungsgemäß hatten die Huder gegen die extrem ausgeglichenen Gäste oben und in der Mitte leichte Vor-, unten dafür Nachteile. Beim Stand von 7:7 spielten Tom Piper gegen Sebastian Heimbrock und das Enddoppel parallel. Und beide Spiele verliefen in den ersten vier Sätzen ganz unterschiedlich. Piper holte ein 0:2 noch auf, Meißner/Barghorn vergaben dafür ihre 2:0-Führung.
Chancen auf den Sieg gab es an beiden Tischen für Hude. Im Doppel hatten die Gastgeber im vierten Satz sogar Matchball, und Piper führte im fünften Durchgang schon 6:2. Doch beide Partien gingen noch verloren. "Da war von 7:9 bis 9:7 alles drin, leider ist es dann das 7:9 geworden", ärgerte sich Julian Meißner. "Jetzt müssen wir gegen andere Mittelfeld-Teams schon unbedingt punkten, um nicht unten reinzurutschen", fügte er hinzu.