Überraschungserfolg durch die Bramstedterin Jutta Günnemann: Bei den Deutschen Schießsportmeisterschaften in Garching-Hochbrück gewann die Luftgewehrschützin bei den Damen V die Goldmedaille. Die Meisterin schoss für den SV Hankhausen aus der Stadt Rastede im Ammerland.
"Es ist ein tolles Gefühl, das erste Mal hier etwas erreicht zu haben. Ich habe jetzt noch Gänsehaut", erzählte Günnemann auf dem Weg zum Gemeinschaftszelt der vier Nordverbände. "Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich hier schon gestartet bin", fügte die Seniorin aus dem Nordwestdeutschen Schützenbund (NWDSB) an.
Dabei ging es für Jutta Günnemann äußerst knapp zu. "Beim vorletzten Schuss habe ich mir noch eine Sechs gegönnt. Ich habe wenig Zehner getroffen. Als ich eine Fünf und eine Sechs geschossen hatte, dachte ich nur: Das kannst du vergessen. Ich wusste gar nichts und habe nie an eine Medaille geglaubt", sagte die Bramstedterin.
Die Gratulanten standen nach der Siegerehrung, die in der Finalhalle stattfand, Schlange. "Ich muss das jetzt erst einmal sacken lassen, bis ich es selbst glauben kann", ergänzte die Deutsche Meisterin, die mit einem Glas Sekt gebührend gefeiert wurde.
Der Vorsprung zur Vizemeisterin betrug am Ende bei der Zehntelwertung lediglich 0,9 Ringe. Silbermedaillengewinnerin Elfriede Hubert aus dem bayerischen Regensburg hatte 379,1 Ringe auf dem Konto. Bronze gewann Barbara Krebs vom SC St. Sebastian Bislich im Rheinland mit 375,0 Ringen. Günnemann hatte den Grundstein für den Titel gelegt, als sie in Abschnitt zwei und drei jeweils 96,2 Ringe als beste Serien erzielte.
Jürgen Juschkat