Die Bezirksliga-Fußballerinnen des TSV Brunsbrock machten es dem Meisterschaftsfavoriten SG Wohnste/Holvede/Ippensen im Spitzenspiel schwer. Am Ende verlor Brunsbrock aber. Eine unglückliche Niederlage bezog die SG Thedinghausen/Bierden, die auf eigenem Platz dem VfL Güldenstern Stade unterlag. Für den TSV Fischerhude-Quelkhorn reichte es trotz mehrerer guter Chancen nur zu einem Unentschieden beim FC Rosengarten.
SG Wohnste/Holvede/Ippensen – TSV Brunsbrock 1:0 (0:0): "Es war eine sehr unglückliche Niederlage", lautete das Fazit von Brunsbrocks Co-Trainerin Jessika Schmidt, die bereits am Morgen vor dem Anpfiff eine Hiobsbotschaft erhielt, als ihre Abwehrchefin Mieke Schäfer ihr mitteilte, dass sie ausfällt.
Vor der Pause stellte die SG die Mannschaft mit den besseren Möglichkeiten. So tauchte SG-Torjägerin Lara Rock gleich zweimal vor Aileen Gerlach auf. Brunsbrocks Torhüterin zeigte sich auf dem Posten und hielt. Glück hatte das Team von Schmidt, als der Ball nach einer Ecke gegen die Torlatte klatschte und Anne Martens kurz darauf in höchster Not den Ball von der Torlinie klärte.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeberinnen den Druck, waren nun etwas besser im Spiel und erzielten nach gut einer Stunde das Tor des Tages. Dieses resultierte aus einem strittigen Handelfmeter, den Sarah Starzonek sicher verwandelte (62.). Die Brunsbrockerinnen steckten aber nicht auf und hatten im direkten Gegenzug eine gute Chance durch Xenia Block. Doch Wohnstes Torhüterin Janine Kuczynski fischte den abgefeuerten Ball mit einer tollen Parade aus dem Torwinkel.
Kurz vor dem Abpfiff gab es noch eine strittige Situation, als der Ball nach Ansicht von Schmidt von einer Wohnsterin mit der Hand auf der Torlinie geklärt worden ist. "Der Pfiff blieb allerdings aus", sprach die Co-Trainerin von einer unglücklichen Niederlage und meinte: "Kopf hoch und weiter!"
SG Thedinghausen/Bierden – VfL Güldenstern Stade 0:1 (0:1): Das Tor des Tages fiel schon nach wenigen Minuten, als Anna-Lena Göben das Leder gegen den Innenpfosten schoss, von wo aus es den Weg über die Torlinie fand (7.). Die Bierdenerinnen steckten den Schock allerdings gut weg: Sie agierten mit durchdachtem Spiel nach vorn und kreierten vor der Pause Chancen, die aber Nina Kobelt und Alena Tanke nicht nutzten. "Der Ball wollte einfach nicht rein", sah Bierdens Coach Christoph Gerlach Pech bei den Abschlüssen seiner Offensivkräfte.
Nach der Halbzeit spielte sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab. Die SG hatte mehr Spielanteile. "Etwas Zählbares wollte uns heute aber einfach nicht gelingen", sagte Gerlach, der von einer guten Mannschaftsleistung sprach, aber auch viel Pech im Spiel seiner Elf sah. Als herausragende Spielerin auf dem Platz machte Gerlach Stades Innenverteidigerin Tatjana Hansen aus, die viele Bälle in höchster Not für ihr Team klärte und damit großen Anteil an Bierdens Niederlage hatte.
FC Rosengarten – TSV Fischerhude-Quelkhorn 1:1 (1:1): "Unsere Elf hat ein ordentliches Spiel angeboten. Wir waren präsent in den Zweikämpfen, haben den Ball zeitweise gut laufen lassen. Leider fehlte es in einigen Situationen an Klarheit in den Abschlüssen", sagte Jörg Evers, der gemeinsam mit Jan Blanken als Coach für die Fischerhuderinnen verantwortlich ist.
Bemängelt wurde von Evers, dass oft direkt abgeschlossen wurde, obwohl eine Mitspielerin freistand und ein Zuspiel die bessere Wahl gewesen wäre. Es entwickelten sich daher trotz Überlegenheit nur Halbchancen für die Elf von Evers/Blanken. Kurz vor der Pause ging das Team dennoch in Führung. Nach einem Eckstoß sah Antonia Meyer-Piening die freistehende Lisa Hohenstein, spielte den Ball zu ihr und Hohenstein schoss überlegt ins Tor (44.).
Im direkten Gegenzug fiel eine Spielerin des FCR im Strafraum. Der Referee erkannte ein Foul und gab einen Strafstoß. Mathilda Schmock verwandelte den Elfer sicher (45.). Nach dem Seitenwechsel hatte das Team von Evers/Blanken die Begegnung im Griff und besaß Chancen. Die größte Gelegenheit hatte Malena Schmidt, die den Ball aber nicht präzise genug auf das Tor des FCR schoss, sodass es beim Unentschieden blieb und Fischerhude mit nur zwei Punkten auf den letzten Tabellenrang rutschte.