Mit etwas Zählbarem wollte Fußball-Landesligist SVV Hülsen am Freitagabend die Heimreise vom TuS Harsefeld antreten. Doch daraus wurde nichts. Die Elf von Jan-Christian Dahlke hielt zwar bis zur Halbzeit mit Glück ein torloses Unentschieden. In Durchgang zwei war der Aufsteiger aber überfordert und verlor mit 1:4.
"Leider kann ich es nicht anders sagen: Aber ich muss eingestehen, dass wir heute einfach keine Chance hatten", stellte Dahlke enttäuscht fest. Die Hülsener hatten die Reise zum TuS mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft angetreten. Im Kader fehlten Stammspieler wie Niklas Rosebrock, Justus Meyer, Timo Beckedorf und Yannik Jaeschke. "Die Ausfälle sollen keine Ausrede für die Niederlage sein", sagte Dahlke, der vom bislang stärksten Gegner in dieser Serie sprach.
Schon im ersten Durchgang stand Peer Geier immer wieder im Brennpunkt. Mehrfach wehrte der Torhüter des SVV die Bälle ab und bewahrte sein Team vor einem frühen und deutlichen Rückstand. Einige Male waren auch Hülsener Abwehrspieler im letzten Moment zur Stelle und schlugen den Ball noch vor der Torlinie weg.
Zudem hatte der SVV bei einem Pfostentreffer Glück, dass der Ball nicht im Tornetz zappelte. "Mit dem 0:0 zur Halbzeit waren wir gut bedient", gab Dahlke zu, der davon sprach, dass seine Elf in keiner Phase des Spiels mit den Gastgebern mithielt.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es drei Minuten, bis der Ball im Netz von Geier zappelte. Nach einem Eckball war Murat Boral zur Stelle und köpfte zum 1:0 ein. Drei Minuten später erhöhte Jelldrik Dallmann nach einem Alleingang auf 2:0. Dahlke brachte nach und nach frische Kräfte, mit denen versucht werden sollte, höher zu verteidigen.
Gebracht hatte es nichts, denn Harsefeld nutzte eine Kontersituation und erhöhte durch Ben Wilkens auf 3:0 (80.). Das Hülsener Ehrentor durch Joris Röpke (86.) war Makulatur, zumal Wilkens in der Nachspielzeit zum 4:1-Endstand traf (90.+2).