Für 18 Aktive der LG Kreis Verden von M/W12 bis M/W60 war das Scheeßeler Sportfest eine willkommene Startgelegenheit zur Vorbereitung für die in den nächsten Wochen anstehenden größeren Wettkämpfe wie die Team-DM der Masters in Troisdorf oder die Team-Landesmeisterschaft in Verden. Nach der Sommerpause zeigten sich die Leichtathleten schon wieder in guter Form.
Dies zeigte besonders Jonas Pannevis, der auch nach Ende seiner Leistungssportkarriere als M30-Senior noch zu guten Sprintzeiten fähig ist. Im gemischten 100-Meter-Rennen mit U20-Sprinter Tibo Marquardt und Robert Koch (U18) ließ er die Jugend mit schnellen 11,42 Sekunden bei wenig Rückenwind hinter sich. Damit verbesserte Pannevis den seit 1961 von LGKV-Legende Dieter Watzlawick mit handgestoppten 11,3 Sekunden und 1991 von Michael Strobach – beide Namen werden vielen Leichtathleten noch bekannt sein – mit gleichwertigen elektronisch ermittelten 11,53 Sekunden aufgestellten Kreisrekord der M30 deutlich.
Freuen durfte sich auch Tibo Marquardt, der mit 11,58 Sekunden seinen persönlichen Rekord ebenso deutlich verbesserte. Nach einigen Verletzungssorgen während der bisherigen Saison verbesserte Robert Koch seine Jahresbestzeit auf 11,80 Sekunden. Einen flotten 80-Meter-Hürdenlauf zeigte W15-Landesmeisterin Leenke Remmin, die mit 12,10 Sekunden überlegen siegte. Damit war Trainer Pannevis eher zufrieden als mit ihrem zweiten Platz in 13,11 Sekunden über 100 Meter.
Eine weitere herausragende Leistung bot Hochspringer Illia Lastovetskyi. Der Zweite der U18-Landesmeisterschaft übersprang sicher 1,80 Meter und scheiterte nur knapp an der neuen persönlichen Besthöhe von 1,83 Meter. Eine neue Saisonbesthöhe schaffte Diana Olbricht, die den U20-Hochsprung mit 1,44 Metern gewann und auch über 100 Meter mit und ohne Hürden erfolgreich war.
Flotte 800-Meter-Leistungen boten M60-Senior Uwe Cordes und W12-Talent Bente Apholz. Mit 2:24,55 Minuten verbesserte Cordes seine Saisonbestzeit wie geplant deutlich. Bente Apholz ließ der Konkurrenz mit ihrer Siegerzeit von 2:45,81 Minuten keine Chance. Als Dritte über 75 Meter in 11,64 Sekunden und Zweite im Weitsprung bewies sie auch ihre Vielseitigkeit.
Im Hochsprung der W14 blieb Nele Meyer mit übersprungenen 1,32 Metern etwas unter Wert, ihre Saisonbesthöhe steht bei 1,40 Meter. Als Weitsprung-Neunte blieb sie mit 3,99 Metern nur vier Zentimeter unter ihrer Bestmarke. Auf genau vier Meter kam Katharina Krappitz als W40-Siegerin. Die 100 Meter lief sie in 14,37 Sekunden und brachte die vier Kilogramm schwere Kugel auf 8,58 Meter.
Solide Leistungen gelangen den übrigen LGKV-Damen. Gerade erst aus einem zweiwöchigen USA-Aufenthalt zurückgekehrt, blieb Lena Rüter über 100 Meter mit 14,20 Sekunden nur knapp über ihrer Jahresbestzeit. Isa Zipperling (W35) legte über diese Distanz mit einer Steigerung auf 16,21 Sekunden deutlich zu.
Juliane Schattauer (W50) zeigte sich mit 15,28 Sekunden über 100 Meter, 3,58 Meter beim Weitsprung und 7,86 Meter beim Kugelstoßen gut auf die kommenden Wettkämpfe vorbereitet. Nicht ganz zufrieden mit ihren Kugelstoßergebnissen von 9,53 Metern und 9,04 Metern waren Claudia Weyde (W50) und Birgit Schwers (W60).