Eine ereignisreiche Zeit liegt hinter Josch und Joona Wilcke. Die Brüder aus Cluvenhagen absolvierten an drei aufeinanderfolgenden Wochen die Wertungsläufe vier bis sechs des Motorrad-Trial-Nordcups. Vor dem Nord-Cup-Dreier starteten sie außer Konkurrenz bei den hessisch-thüringischen Meisterschaften. Bei diesem Gastspiel wussten beide zu glänzen – und nicht nur dort.
Die Wilcke-Brüder waren nach Heringen gefahren, um sich dort laut Mutter Katy Nikolai-Wilcke auch mit Fahrern zu messen, auf die sie sonst nicht treffen. "Wir machen es ja ganz gerne, dass die Jungs auch mal in einem anderen Dunstkreis starten", sagte sie. Die Fahrt nach Heringen hatte sich gelohnt: Josch landete zweimal auf dem zweiten Rang. Sein jüngerer Bruder Joona toppte hingegen alle Erwartungen: Er fuhr einmal auf Rang zwei und sicherte sich am zweiten Veranstaltungstag sogar den Sieg.
Eine Woche nach dem erfolgreichen Auftritt beim Gastspiel begann für die beiden Jungs aus Cluvenhagen der kleine Nordcup-Marathon. Und der Sieg in Heringen hatte Joona Wilcke scheinbar beflügelt. Bei den Jugendlichen fuhr er in der Klasse fünf am besten durch die Sektionen und schnappte sich den obersten Platz auf dem Podest. "Das Ergebnis bei den hessisch-thüringischen Meisterschaften hat ihm einen Motivationsschub verpasst", sagte Katy Nikolai-Wilcke.
Josch Wilcke wiederum untermauerte seine Titelambitionen in der Klasse drei. Auch er fuhr im Fahrsicherheitszentrum Lüneburg auf den ersten Platz. Einen weiteren Sieg heimste er eine Woche später beim nächsten Nord-Cup-Lauf in Celle ein. Joona Wilcke fuhr auf Rang vier und durfte damit ebenfalls zufrieden sein. "Die Kurse waren in Celle schwer gebaut. Aber beide Jungs haben sich im Laufe des Wettkampfs gesteigert", hatte Katy Nikolai-Wilcke beobachtet.
Den Abschluss des Nord-Cup-Dreiers absolvierten die beiden Cluvenhagener am zurückliegenden Wochenende in Heide (Schleswig-Holstein). "Der Parcours war megaschwer. Josch sagte, dass er an einigen Stellen eher einer weißen denn einer blauen Spur glich. Der Schwierigkeitsgrad war schon an der Kante", meinte Katy Nikolai-Wilcke. Die weiße Spur ist im Nord-Cup die anspruchsvollste. Aufs Treppchen fuhr Josch Wilcke dennoch. Er wurde Dritter.
"Und er hat Platz zwei nur ganz knapp verpasst. In der ersten Runde hatte er sich einmal verfahren. Die fünf Punkte, die er dafür bekommen hat, fehlten ihm am Ende für Platz zwei", sagte Katy Nikolai-Wilcke. In der Gesamtwertung liegt Josch Wilcke dennoch mit einem großen Abstand auf Platz eins. Joona Wilcke platzierte sich in Heide im Mittelfeld. Er landete am Ende auf dem fünften Platz der Klasse fünf.
"Er hat sich wieder von Runde zu Runde gesteigert. Bei Joona ist in diesem Jahr eine große Entwicklung im Vergleich zur letzten Saison zu erkennen", freute sich Katy Nikolai-Wilcke über die Fortschritte, die ihr Sohn macht. Nun steht für die Wilcke-Brüder eine längere Pause im Nord-Cup an. Weiter geht es Ende August beim MSV Preetz mit dem siebten Lauf. Dieser Veranstaltung folgen dann noch vier weitere Nord-Cup-Läufe. Aktuell stehen die Chancen gut für Josch Wilcke, dass er auch am Ende der Saison in seiner Gesamtwertung ganz oben in der Liste aufgeführt wird.