Lokalfunk und Demokratie, Radio und TV vor Ort als Gegenpart zur digitalen und globalen Welt, die Chancen von KI optimal nutzen: Mit zahlreichen Herausforderungen, aber auch Chancen hat der Privatfunk im Jahr seines 40. Geburtstag zu tun. Was bleibt? Die Bedeutung lokaler Inhalte in den Medien. „Lokale Inhalte sind nicht nur das Herzstück unserer Gesellschaft. Sie sind das Herzstück unserer Demokratie“, bringt es Dr. Thorsten Schmiege, der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), bei der Eröffnung der #LRFT24 in Nürnberg auf den Punkt.
Studien würden belegen: Wo lokale Medien fehlen, verstärken sich radikale Tendenzen. Das zeige nicht zuletzt der Blick in die USA. Aus seiner Sicht nimmt die Bedeutung des Lokaljournalismus eher noch zu - angesichts der zunehmenden „Demokratie-Skepsis in Filterblasen im Netz“. Und: “Lokalfunk spielt eine unverzichtbare Rolle für eine vielfältige und ausgewogene Meinungsbildung. Auch weil er auch mal Brücken baut. Spaltung entgegenwirkt.”
Der BLM-Präsident appelliert in Nürnberg an die Branche, in junge Talente zu investieren und stärker zusammenzuarbeiten. „Es ist meine tiefe Überzeugung: In der digitalen, von globalen Playern beherrschten Medienwelt müssen wir altes Konkurrenzdenken hinter uns lassen. Gemeinsam eine große Kooperationsoffensive starten. Nur so können wir Medien und das Lokale in der digitalen Welt stärken. Mit Blick auf die technische Verbreitung. Mit Blick auf gemeinsame Plattformen und Archive. Mit Blick auf Innovationen. Aber nicht mit Blick auf Inhalte und programmliche Vielfalt. Dafür braucht es Mut zu Veränderung.“