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20240103192103

Hilfe aus NRW für Niedersachsen: Sperrsysteme und 500.000 Sandsäcke

19:20
03.01.2024
Nordrhein-Westfalen hat das vom Hochwasser betroffene Nachbarbundesland Niedersachsen mit Materiallieferungen unterstützt. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums wurden Ende 2023 rund 500 000 Sandsäcke aus einem Zentrallager in Bonn durch die Feuerwehr nach Garbsen bei Hannover gebracht. Aus Bonn, Duisburg und dem Rhein-Sieg-Kreis transportierte die Feuerwehr Sperrsysteme für das Hochwasser in den Landkreis Celle und in den Raum Oldenburg.

«In mehreren Teilen Deutschlands kämpfen Einsatzkräfte noch immer gegen die Wassermassen an. Vor allem die akut vom Starkregen und Hochwasser betroffenen Gebiete sollten jetzt unsere ganze Aufmerksamkeit bekommen. Mit Zusammenhalt und Zusammenarbeit können wir die Lage bewältigen», sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) über die Lieferungen. Nordrhein-Westfalen sei aktuell für die eigene Gefahrenabwehr sehr gut aufgestellt.

Manuela Kanies

Weserinsel bei Etelsen von der Außenwelt abgeschnitten

18:23
03.01.2024
Heinrich Blohme muss mal wieder Taxi spielen. Eigentlich hat der Landwirt mit seinem Biohof in Hagen-Grinden genug zu tun, aber in diesen Tagen sind seine Dienste als Chauffeur gefragt. Denn die Weserinsel bei Etelsen ist wegen des Hochwassers weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Und selbst in dem kleinen Dorf gibt es an vielen Stellen kein Durchkommen. Mehrere Höfe sind auch am Mittwochnachmittag noch vollständig vom Wasser umgeben. Da kommt der Fahrdienst von Blohme gerade recht. Wer runter will von der Insel, steigt in den Strohverteiler und lässt sich trockenen Fußes durch die Fluten fahren.

Manuela Kanies

Robert Mohr

Wildeshausen sperrt Straßen

18:10
03.01.2024
Die Stadt Wildeshausen hat aufgrund des ansteigenden Pegels der Hunte die Straßen An der Hunte und Am Hunteufer gesperrt. Die Stadtverwaltung appelliert an alle Bürger, sich strikt an diese Sperrungen zu halten, um Risiken zu vermeiden.

Der Krisenstab der Stadt Wildeshausen bewertet laut eigenen Angaben weiterhin die Lage kontinuierlich und steht in Kontakt mit den entsprechenden Behörden, um im Bedarfsfall schnelle und effektive Maßnahmen koordinieren zu können. Die Prognosen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) haben sich bestätigt: Der Pegel der Hunte ist angestiegen und wird voraussichtlich bis Donnerstag weiter ansteigen. Deshalb wurden die beiden Straßen an der Hunte gesperrt.

Darüber hinaus wurde eine Hochwasser-Hotline eingerichtet. Bislang sind Anrufe und Anfragen zum Hochwasser bei der Stadtverwaltung, dem Bauhof oder der Feuerwehr über verschiedene Telefonnummern eingegangen. Um den Bürgern eine zentrale Anlaufstelle für Fragen und Informationen bereitzustellen, hat die Stadtverwaltung nun eine Hochwasser-Telefonnummer eingerichtet. Die Nummer 0 44 31 / 8 85 55 steht von montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr zur Verfügung, um Anrufe bezüglich des Hochwassers entgegenzunehmen und Hilfestellungen zu geben.

Manuela Kanies