Letztes Update:
20231230065156

THW rechnet mit Hochwasser-Einsatz über den Jahreswechsel

06:45
30.12.2023
Das Technische Hilfswerk (THW) stellt sich auf einen Einsatz in den Hochwasser-Gebieten bis in die erste Januar-Woche hinein ein. „Es ist ganz klar, dass das über den Jahreswechsel andauern wird“, sagte die THW-Präsidentin Sabine Lackner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Was uns hoch besorgt, ist der Zustand der Deiche.“ Sie seien massiv aufgeweicht. Ein Schwerpunkt der Einsätze sei die Deichverteidigung, sagte sie. „Teilweise ist hinter den Deichanlagen schon die erste Wohnbebauung.“

Täglich seien etwa 1000 Einsatzkräfte in den betroffenen Gebieten unterwegs. „Wir haben alle Landesverbände im Einsatz.“ Lackner zufolge hilft das THW in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen. „Das sind unbezahlte Profis, das sind alle Ehrenamtler“, so die Verbandspräsidentin.

„Die Bevölkerung ist unendlich dankbar, ist freundlich, bringt den Einsatzkräften Essen vorbei“, sagte Lackner. Der Feuerwehrverband hatte zuvor von vereinzelten Fällen von Beleidigungen und Diskussionen mit den Einsatzkräften berichtet.

dpa

Wasserübertritte an der Weser möglich

06:11
30.12.2023
Die Bremer Feuerwehr warnt auch heute davor, dass es in den Bereichen Stadtwerder, Pauliner Marsch und Suhrfelde zu erhöhten Wasserständen kommen kann. Jogger, Fußgänger und Radfahrer sollten die betroffenen Gebiete meiden.

wk

Lage unverändert angespannt

05:49
30.12.2023
Die Hochwasserlage hält Deutschland und vor allem Niedersachsen auch am Samstag weiter in Atem. Zahlreiche Pegel zeigten weiterhin die höchste Warnstufe an den Flüssen an. Zudem zogen in der Nacht erneut Regenschauer über den Norden.

Das Hochwasser in Lilienthal hält die Gemeinde im Landkreis Osterholz weiterhin in Atem. Die Lage sei unverändert angespannt, teilte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Stade am späten Freitagabend über eine amtliche Gefahreninformation mit. Bereits evakuierte Bereiche dürfen weiterhin nicht betreten werden.

Neben dem Evakuierungsbereich sind mehrere Straßen weiterhin ohne Strom. Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten als Vorsichtsmaßnahme einen dreilagigen Schutzwall aus Sandsäcken in zwei Straßen errichtet. An einigen Brücken wurden weitere Pegelmesspunkte eingerichtet, die regelmäßig bemessen werden, um die Entwicklung des Wasserstandes der Wörpe genauer zu überblicken, wie es in der Mitteilung hieß. Im Laufe des Freitags seien marginale Pegelunterschiede festgestellt worden.

Die Leitstelle ging in der Nacht zum Sonnabend davon aus, dass die Lage noch einige Tage angespannt bleibt.

wk