Letztes Update:
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Um Feuerwehr zu entlasten: Lilienthal erlässt Feuerwerksverbot

07:01
29.12.2023
Die Gemeinde Lilienthal verbietet zum Jahreswechsel privates Feuerwerk. Das hat die Verwaltung am Freitagmorgen mitgeteilt. Sie will damit die im Dauereinsatz befindliche Feuerwehr entlasten.

Das Verbot bezieht sich auf Feuerwerk der Kategorie F2. Darunter fallen die üblicherweise nur an den Tagen vor Silvester im Handel erhältlichen Feuerwerkskörper - etwa Raketen und Böller. Das Verbot gilt für den 31. Dezember und den 1. Januar.

Die Feuerwehr arbeitet laut Gemeindeverwaltung wegen des Hochwassers zurzeit rund um die Uhr am Schutz der Deiche und der Bevölkerung. Für die zum Jahreswechsel zu erwartende hohe Zahl an Einsätzen, die durch das Abbrennen von Feuerwerk entstünden, gebe es keine Kapazitäten.

Robert Mohr

Rund 120 Menschen im Kreis Celle mussten Häuser verlassen

06:11
29.12.2023
In Langlingen (Landkreis Celle) verließen in der Nacht zum Freitag etwa 120 Menschen ihre Häuser und Wohnungen. Wie der Landkreis mitteilte, hatte die Feuerwehr am späten Donnerstagabend als Vorsichtsmaßnahme eine Evakuierung von mehreren Straßen in der Gemeinde angekündigt. Allerdings hatten die Menschen ihre Wohnungen bis dahin bereits selbst verlassen, wie eine Polizeisprecherin in Celle sagte.

Eine solch angespannte Hochwasserlage wie jetzt ist laut Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für Niedersachsen ein Novum. Ein Hochwasser von diesem Ausmaß „hat es hier bei uns zuvor nie gegeben“, sagte Weil laut Mitteilung von Donnerstag. „Experten warnen seit langem davor, dass die immer häufigeren Wetterextreme mit dem Klimawandel zusammenhängen.“

Robert Mohr

Auch am Freitag keine Entspannung der Lage in Sicht

05:38
29.12.2023
Nach Tagen des Hochwassers kommt auf die Region am Freitag voraussichtlich weiterer Regen zu. Es könne wiederholt zu Schauern und vereinzelt Gewittern kommen, hieß es in einer Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In Bremen werden bis in die Mittagsstunden weitere Niederschläge erwartet. Durchgängig regnerisch werde es im südlichen Niedersachsen sein.

Wie sich der anhaltende Regen auf die Hochwasserlage in Bremen und umzu auswirkt, bleibt abzuwarten. An den Flüssen Weser, Leine und Aller im südlichen und mittleren Niedersachsen hatte sich die Hochwasserlage am Donnerstag weiter verschärft. 

Ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover teilte am Donnerstagnachmittag mit, dass in sechs Landkreisen sowie der Stadt Oldenburg ein sogenanntes außergewöhnliches Ereignis festgestellt worden sei. In einigen Landkreisen gilt dies bereits seit mehreren Tagen, mehrere Regionen kamen demnach am Donnerstag hinzu.

Die Landkreise sind Celle, Oldenburg, Emsland, Osterholz, der Heidekreis sowie Verden und die Stadt Oldenburg.

Robert Mohr