Letztes Update:
20240106165628

Sprengung des Deiches zur Entlastung in Oldenburg im Notfall möglich

15:49
06.01.2024
Aufgrund des Hochwassers in vielen Teilen Niedersachsens prüfen Einsatzkräfte und Behörden ständig neue Vorgehensweisen. In Oldenburg entwickele man derzeit für den Notfall ein Verfahren für eine gezielte Deichöffnung an der Hunte - notfalls auch durch eine Sprengung. Die Einsatzkräfte in Oldenburg seien auf eine mögliche sogenannte Entlastungsöffnung eines Deiches vorbereitet, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums am Samstag. Damit sollten Wohngebiete geschützt werden, falls der Wasserdruck zu hoch werde.

Momentan gebe es nach Angaben der Stadt zwei Szenarien. Im ersten soll ein rund um die Uhr einsatzbereiter Bagger eine Notfallöffnung in den Deich zum Ablaufen des Wassers in den Osternburger Kanal graben. Sollte der Deich allerdings durch das Wasser zu durchnässt und nicht mehr vom Bagger befahrbar sein, könnte eine gezielte Sprengung in dem Bereich durchgeführt werden. Alle Maßnahmen werden ständig mit dem Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und anderen zuständigen Behörden angestimmt. 

Jan-Felix Jasch

Behörde: Scheitelwasserstände teils erreicht - nur langsam Abfluss

14:31
06.01.2024
Nach einem Wiederanstieg des Hochwassers an einigen Flüssen in Niedersachsen rechnen Experten damit, dass die Scheitelstände vielerorts erreicht sind. Allerdings sollen die Wasserstände vorerst auf hohem Niveau stagnieren oder nur langsam fallen, wie aus dem Lagebericht der Hochwasservorhersagezentrale des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Samstag hervorgeht. Noch immer meldeten zahlreiche Pegel im Land weiterhin die höchste Meldestufe drei - betroffen sind weiterhin die Einzugsgebiete von Aller, Leine, Oker, Hase, Hunte und Weser.

dpa

Niedersachsens CDU schlägt 1000 Euro Bonus für jeden Hochwasserhelfer vor

13:40
06.01.2024
Um Helferinnen und Helfer der aktuellen Hochwasserlage zu entschädigen, spricht sich die CDU in Niedersachsen einem Bericht zufolge für einen steuerfreien Bonus aus. „Die aktuellen Hochwassereinsätze in Niedersachsen setzen Tausende von Helferinnen und Helfern einer enormen Belastung aus. Ihr unermüdlicher Einsatz sichert die Deiche und das Hab und Gut der Menschen im Land“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Sebastian Lechner, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). „Die CDU-Fraktion fordert deshalb einen steuerfreien Helferbonus als Anerkennung und Entschädigung für die Helfer.“ Dazu schlage die Fraktion „in einem ersten Schritt“ einen Bonus von 1000 Euro vor.

Dem Bericht zufolge würde dieser Bonus nach Berechnungen der CDU das Land bis zu 120 Millionen Euro kosten. Ein steuerfreier Bonus als finanzielle Anerkennung und Entschädigung sei „mehr als gerechtfertigt“, sagte Lechner dem Blatt. „Ähnliche Maßnahmen wurden bereits während der Corona-Pandemie für Pflegekräfte umgesetzt, und wir sollten nun gleichermaßen für unsere Fluthelfer handeln.“

dpa