Letztes Update:
20240105163609

Niedersachsen stellt Soforthilfe in Millionenhöhe bereit

16:20
05.01.2024
Niedersachsen hat Soforthilfen für besonders vom Hochwasser betroffene Menschen in Aussicht gestellt. Für akute Notlagen könnten kurzfristig bis zu zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, teilte das Umweltministerium in Hannover am Freitag mit.

„Die Landesregierung wird bei akuten Notfällen helfen und niemanden im Stich lassen, der oder die durch das Hochwasser in eine echte Notlage geraten ist“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in einer Mitteilung. Eine entsprechende Richtlinie für die Hilfen solle schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden. Das Finanzministerium habe Vorsorge getroffen, damit diese Hilfen schnell ausgezahlt werden könnten.

Mit der Soforthilfe sollen etwa Notlagen bei der Unterkunft oder zur Wiederbeschaffung von Hausrat schnell und unbürokratisch überbrückt werden.

Weitere mittelfristige Hilfsbedarfe etwa für die kommunale Infrastruktur oder die Landwirtschaft werde die Landesregierung ebenfalls prüfen, hieß es. Dies könne aber erst erfolgen, wenn das Hochwassergeschehen vorbei sei und der Schaden realistisch abgeschätzt werden könne, teilte das Ministerium weiter mit.

Thorsten Waterkamp

Historischer Rekordregen im Dezember

16:04
05.01.2024
Die Regenmengen im Dezember in Niedersachsen sind nach Angaben der für den Hochwasserschutz zuständigen Behörde historisch gewesen. „Mit Niederschlagsmengen von im Mittel 155 Litern pro Quadratmeter zählt der Dezember 2023 zu einem der nassesten Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnung“, teilte der Landesbetrieb (NLWKN) am Freitag mit. Im Harz seien etwa in Braunlage sogar Mengen von über 385 Litern pro Quadratmeter erreicht worden.

In der Prognose geht die Hochwasserschutz-Behörde davon aus, dass das durch feuchtes Wetter und fast vollständig gesättigte Böden verursachte flächendeckende Hochwasser noch eine Weile andauern wird. Auch bei günstiger Witterung werde sich die Lage in den kommenden Tagen nur langsam entspannen, hieß es am Freitag.

Thorsten Waterkamp