Letztes Update:
20231013200533

Hamas zufolge 70 Tote bei israelischen Luftangriffen auf Fliehende

20:05
13.10.2023
Nach Angaben der im Gazastreifen herrschenden Hamas sollen bei israelischen Luftangriffen 70 Menschen auf der Flucht in den Süden der Küstenenklave getötet und 200 weitere verletzt worden sein. Die meisten Opfer seien Kinder und Frauen, erklärte ein Sprecher der Islamisten am Freitag. Drei Konvois seien bei dem „Massaker“ getroffen worden, sagte er. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Vom israelischen Militär gab es keine Bestätigung. Die Berichte würden geprüft, hieß es dort.

dpa

Netanjahu: Hamas zerstören zeitaufwendig - Stehen am „Anfang“

19:00
13.10.2023
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die derzeitigen Gegenschläge im Gazastreifen nur als „Anfang“ der Offensive gegen die islamistische Hamas bezeichnet. „Wir werden die Hamas zerstören und gewinnen, aber es wird Zeit brauchen“, sagte er am Freitagabend in einer Ansprache an die Nation. Örtlichen Medien zufolge war es das erste Mal, dass Netanjahu in dieser Form am Schabbat, dem jüdischen Ruhetag, eine Ansprache hielt.

dpa

Auseinandersetzungen in Hamburg bei Pro-Palästinenser-Demo

17:54
13.10.2023
Am Hamburger Hauptbahnhof ist es am Freitagabend zu vereinzelten Auseinandersetzungen zwischen pro-palästinensischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Polizei brachte mehrere Demonstranten zu Boden, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Eine geplante Kundgebung unter dem Motto „Solidarität mit Rojava und Palästina“ am Hauptbahnhof war zuvor untersagt worden, doch hatte die Polizei angesichts eines Aufrufs in sozialen Netzwerken spontane Versammlungen nicht ausgeschlossen.

Nach dem beispiellosen Angriff der islamistischen Hamas auf Israel und der darauf folgenden Militäroperation des Landes im Gazastreifen hatte sich die Polizei am Freitag auf Proteste vorbereitet und auch jüdische Einrichtungen in der Stadt besonders geschützt.

Die Demonstranten am Hauptbahnhof schwenkten Palästinenserflaggen und skandierten: „Free, Free Palestine“, vereinzelt auch „Hoch die internationale Solidarität“. Die Beamten sperrten den Bereich ab, um zu verhindern, dass weitere Demonstranten sich dem Aufmarsch anschließen konnten. Die Polizei bot den Protestierenden später an, die Versammlung stattfinden zu lassen, sollte sich ein Versammlungsleiter melden - dies geschah jedoch nicht. Die Polizei sprach von etwa zwei Dutzend Demonstranten. An den Protesten waren vor allem junge Männer beteiligt, aber auch einige Frauen mit Kopftüchern.

Bereits am Nachmittag hatte die Polizei rund um den Bahnhof ihre Präsenz verstärkt. Dutzende Wagen von Landes- und Bundespolizei sowie Wasserwerfer und ein Räumpanzer standen bereit. Aber auch vor jüdischen Einrichtungen, etwa vor der Synagoge in Eimsbüttel oder vor einer jüdischen Schule im Grindelviertel standen jeweils mehrere Polizeiwagen zum Schutz, wie dpa-Reporter beobachteten.

dpa

IMAGO/Antonio Balasco Eine Pro-Palästinenser-Demo in Neapel, Italien.