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20231013111443

Türkei schickt Hilfslieferungen für Gaza nach Ägypten

08:44
13.10.2023
Die Türkei hat für den Gazastreifen bestimmte Hilfslieferungen nach Ägypten geschickt. Die Lebensmittel und Notfallversorgung enthaltende Lieferung solle über den Grenzübergang Rafah nach Gaza gebracht werden, berichtete der staatliche Sender TRT am Freitag. Ob das gelingen wird, ist jedoch unklar.

Israel hatte nach den Terrorangriffen der islamistischen Hamas aus dem Gazastreifen auf Israel mit mehr als 1200 Toten eine Blockade über das Gebiet verhängt. Im dicht besiedelten Gazastreifen hat sich die humanitäre Lage angesichts massiver israelischer Luftangriffe extrem verschärft. Ägypten sicherte den Vereinten Nationen zu, seine Grenze nach Gaza für humanitäre Hilfslieferungen zu öffnen. Rafah ist der einzige Grenzübergang vom Gazastreifen nach Ägypten. Alle anderen Checkpoints gehen nach Israel.

dpa

UN-Helfer fordern 294 Millionen Dollar für Palästinenser-Hilfe

08:43
13.10.2023
UN-Organisationen und andere Hilfsorganisationen haben um 294 Millionen Dollar für notleidende Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland gebeten. Der Spendenaufruf wurde von der UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe in den Palästinensergebieten, Lynn Hastings, am Freitag im Kurznachrichtendienst X (vormals Twitter) verbreitet.

Der größte Teil der Hilfsgelder soll dazu verwendet werden, um 1,2 Millionen Menschen mit Nahrung zu versorgen. Die Zerstörungen durch die israelischen Gegenangriffe auf die islamistische Hamas im Gazastreifen habe die Nahrungsmittelversorgung in dem dicht besiedelten Palästinensergebiet schwer beeinträchtigt, hieß es in dem Spendenaufruf. «Der Mangel an Essen ist mittlerweile nicht nur eine Krise, er ist eine Katastrophe», hieß es. Außerdem sollen mit den Spenden unter anderem Unterkünfte, medizinische Hilfe, Wasserversorgung sowie psychosoziale Dienste finanziert werden.

Der Spendenaufruf wurde von 13 UN-Organisationen, 64 nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) sowie dem Palästinensischen Roten Halbmond formuliert.

dpa

Baerbock in Israel gelandet

08:18
13.10.2023
Außenministerin Annalena Baerbock ist nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt zu ihrem Solidaritätsbesuch in Israel gelandet. Neben politischen Gesprächen standen für die Grünen-Politikerin am Freitag auch Treffen mit deutschen Staatsangehörigen auf dem Programm.

Vor ihrem Abflug am frühen Morgen in Berlin hatte Baerbock den Angriff der islamistischen Hamas auf Israel erneut scharf verurteilt. «Die Hamas hat in den vergangenen Tagen schreckliche Gräueltaten verübt», erklärte sie. Die Terrorangriffe seien eine brutale Zäsur. Für die Menschen in Israel habe eine neue Zeitrechnung begonnen. «Es gilt, hinzusehen, und diesen Terror beim Namen zu nennen.»

Baerbock will sich nach Informationen der Familie der mutmaßlich in den Gazastreifen verschleppten deutschen Staatsbürgerin Shani Louk auch mit deren Mutter treffen. Die Familie der 22-Jährigen teilte im baden-württembergischen Sulz am Neckar mit, das Treffen solle am Nachmittag an einem geheimen Ort stattfinden. Shani Louk soll bei einem Musikfestival in der israelischen Negev-Wüste von der islamistischen Hamas als Geisel genommen worden sein.

Ihre aus Ravensburg stammende Mutter hatte am Dienstag in einer Videobotschaft erneut um Hilfe für ihre Tochter gebeten. Die junge Frau sei schwer verletzt, aber am Leben. Die Familie geht davon aus, dass sich Shani Louk im Gazastreifen befindet.

dpa