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20231010132031

Israel-Flagge in Bremerhaven vermutlich gestohlen

13:20
10.10.2023
Eine Israel-Flagge ist in Bremerhaven vermutlich gestohlen worden. Die Fahne hing an einem Flaggenmast vor dem Museum Deutsches Auswandererhaus, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. In der Nacht zu Dienstag verschwand die Flagge.

Die Polizei geht von einem Diebstahl aus, auch weil nicht bekannt sei, dass ein Mitarbeiter des Museums die Fahne an sich genommen habe, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Behörde ermittelt wegen der Verletzung von Flaggen und Hoheitszeichen ausländischer Staaten. Die Polizei sucht Zeugen.

Terroristen der islamistischen Hamas hatten am Samstag Israel angegriffen und Hunderte Menschen getötet.

Jan-Felix Jasch

Forscher: Stopp der Hilfsgelder wird Kurs der Hamas nicht ändern

12:24
10.10.2023
Das geplante Aussetzen der Hilfsgelder für die Palästinensischen Gebiete wird aus Sicht des Entwicklungsforschers Markus Loewe wenig Auswirkungen auf die Hamas zeigen. "Die Bedingungen, unter denen die Hamas im Gazastreifen regiert hat, waren bisher schon stark von Druck geprägt. Selbst wenn sie sich nun weiter verschlechtern sollten, wird das nichts am Kurs der Hamas ändern", sagte der Forscher am German Institute of Development and Sustainability (IDOS) am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die Politik der Terrorgruppe, die den Gazastreifen kontrolliert, sei nie auf eine Versorgung der Bevölkerung, sondern stets auf den Krieg mit Israel ausgerichtet gewesen, erklärte Loewe. "So wurden Lücken in der Blockade, wenn sie auftauchten, auch nicht für den Import von Nahrungsmitteln oder gesundheitlicher Versorgung, sondern Waffen genutzt." Auch der dortigen Bevölkerung sei das bewusst. Die Menschen seien "unzufrieden über die Hamas wie auch über die israelische Blockade. Diese Unzufriedenheit wird wachsen, wenn die Unterstützung nun langfristig eingestellt wird."

dpa

UN: Entsetzen über Quälen von Geiseln und Leichenschändung in Gaza

11:55
10.10.2023
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat Entsetzen über Berichte geäußert, wonach militante Palästinenser entführte israelische Geiseln im Gazastreifen misshandeln. Einige Menschen seien wie Trophäen zur Schau gestellt worden, sagte eine Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros am Dienstag in Genf. «Ich rufe die bewaffneten palästinensischen Gruppen auf, alle Zivilisten, die gefangen genommen wurden, sofort und bedingungslos freizulassen», teilte Türk mit. «Geiseln nehmen ist nach dem internationalen Völkerrecht verboten.»

«Es ist entsetzlich und zutiefst erschütternd, Bilder zu sehen, auf denen von bewaffneten palästinensischen Gruppen gefangen genommene Menschen misshandelt werden», teilte Türk weiter mit. Es gebe auch Berichte, dass Gefangene getötet und ihre Leichen geschändet worden seien. «Zivilisten dürfen niemals als Druckmittel benutzt werden», so Türk weiter.

Er rief alle Regierungen mit Einfluss in der Region auf, Schritte zu unternehmen, «um die Pulverfass-Situation in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten» zu entschärfen. Nach Informationen des UN-Menschenrechtsbüros hätten israelische Vergeltungsschläge unter anderem Wohnhäuser und Schulen in Gaza getroffen. Das humanitäre Völkerrecht verlange auch bei Angriffen jederzeit absolute Vorsicht, um Opfer unter Zivilisten zu vermeiden. Dafür reiche keine Warnung vor einem bevorstehenden Angriff, fügte die Sprecherin hinzu.

dpa