Letztes Update:
20230514150448

Von Politik enttäuscht

12:10
14.05.2023
Diesen Wahlsonntag verbringt ein älteres Borgfelder Ehepaar ganz entspannt mit einem Bummel über den Lenzmarkt, den sie haben Briefwahl gemacht. Gewählt, obwohl sie von der Politik enttäuscht sind, und ihre endgültige Entscheidung erst gefällt, als sie die Stimmzettel vor sich hatten: ""Man kann heute keinem Politiker mehr trauen", findet der Senior, der lange in Gröpelingen gelebt hat und auch schon für eine Partei kommunalpolitisch aktiv gewesen ist. Das Parteibuch hat er längst abgegeben - aus Resignation. "All diese Dummheit, die heute gemacht wird", grummelt er. "Das mit dem Wesertunnel nun wieder, da wurde über 30 Jahre geplant, bis er fertig wird, sind es 40 Jahre."

Ulrike Troue

Wie denken die Bremer über Staus, Baustellen und Verkehrswende?

12:15
14.05.2023
Alle wollen vorwärtskommen - und das so schnell wie möglich. Nicht immer leicht im Bremer Verkehrsgewühl. Wir haben wenige Wochen vor der Bürgerschaftswahl die Verkehrsteilnehmer zur Situation in der Stadt befragt. Was läuft gut, was nervt? Und was sollte die Politik verbessern?

Sebastian Oldenborg

Bürger-in-Wut-Kandidat Leidreiter visiert zweistelliges Ergebnis an

11:51
14.05.2023
Der Spitzenkandidat der Partei Bürger in Wut (BIW) in Bremen, Piet Leidreiter, hat ein zweistelliges Ergebnis bei der Bürgerschaftswahl als Ziel ausgegeben. „Mit zehn Prozent wären wir natürlich zufrieden“, sagte der 58-Jährige am Sonntag bei der Stimmabgabe im Stadtteil Horn-Lehe. „Ich bin sehr optimistisch in den Wahlraum gegangen. Die letzten Umfragen lagen bei zehn Prozent, und wir schauen heute Abend mal, ob noch ein bisschen mehr geht.“

Das ZDF-„Politbarometer“ sah die BIW zuletzt bei zehn Prozent, weitere Umfragen bei acht bis neun Prozent. Bei der Bürgerschaftswahl 2019 hatte die Partei 2,4 Prozent erreicht, kam aber in die Bürgerschaft, weil sie in Bremerhaven die Fünfprozenthürde übersprang.

Den potenziellen Wählerzuwachs wollte Leidreiter nicht nur auf den Wahlausschluss der AfD zurückführen: „Die AfD hatte ja nur sechs Prozent. Wenn wir zweistellig werden, dann sieht man doch, dass ein breites, konservatives Spektrum da ist, das unser Programm gut findet.“ Außerdem erhoffe er sich Stimmen von CDU-Wählern, die die Bremer CDU mit ihrem „linken Merkel-Kurs“, wie Leidreiter es nannte, als nicht mehr wertkonservativ einstuften.

Bastian Angenendt