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Luxemburg eröffnet erstes LGBTQ+ Zentrum

17:25
06.02.2023
(MS) - Luxemburg wird mehr Farbe in seine Hauptstadt bringen: In Kürze wird das erste „Regenbogenzentrum“ eröffnen. Ziel ist es, einen sicheren Raum für die LGBTQ+-Community zu bieten. Das Zentrum, das von der Interessengemeinschaft Rosa Lëtzebuerg in der Rue St. Esprit betrieben wird, soll im nächsten Monat seine Arbeit aufnehmen.

Rosa Lëtzebuerg, die sich für die Interessen der LGBTQ+-Gemeinschaft einsetzt, ist seit November auf der Suche nach einer Erweiterung ihres Teams für die Leitung des neuen Zentrums. 

Gesucht werden momentan noch ein hauptamtlicher Geschäftsführer für die Entwicklung von Projekten zur Schaffung sicherer Räume und zur Förderung der Sichtbarkeit von LGBTQ+-Themen. Sowie ein Teilzeit-Projektmanager für die Organisation von Veranstaltungen und Kampagnen und ein Teilzeit-Verwaltungsmitarbeiter für den Empfang und die Öffentlichkeitsarbeit. 

„Das Regenbogenzentrum ist ein queeres Kulturzentrum. Es soll ein sichtbares Zuhause für die [LGBTQ+]-Gemeinschaft sein“, so Rosa Lëtzebuerg-Vorstandsmitglied Andy Maar in einer E-Mail. Rosa Lëtzebuerg konnte den Einstellungsprozess mit Unterstützung des Familienministeriums und der Großregion beginnen. „Wir arbeiten seit einigen Jahren an einem Projekt, das die schrittweise Einrichtung eines Regenbogenhauses vorsieht“, so Maar.

Das Projekt ist ein Schritt nach vorn, da das Großherzogtum in einer Rangliste über die Stellung von queeren Menschen Punkte verloren hat und vom dritten Platz im europäischen Regenbogenindex im letzten Jahr auf den fünften Platz zurückgefallen ist. Während Luxemburg in internationalen LGBTQ+-Rankings in der Regel gut abschneidet, ist es nach Aussage von Unternehmen und Neuankömmlingen überraschend schwierig, öffentliches queeres Leben in Luxemburg zu finden.

„Die nächste Phase des Projekts wäre die Umwandlung eines Regenbogenzentrums in ein Regenbogenhaus, das auch eine von der Gemeinschaft betriebene Bar beherbergen würde“, so Maar. Gemeinschaftsgruppen können die Räumlichkeiten für ihre Aktivitäten nutzen, und Rosa Lëtzebuerg wird dort ihr Archiv unterbringen. „Sie werden derzeit mit dem Ziel aufgebaut, die queere Zeitgeschichte zu dokumentieren“, sagte er.

Dieser Artikel ist eine überarbeitete Übersetzung der Luxemburg Times.

Marvin Schieben