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Prinzessin hinter Gittern: Kate trifft Suchtkranke im Gefängnis

07:27
13.09.2023
(dpa) - Prinzessin Kate hat sich in einem britischen Gefängnis über die Arbeit mit suchtkranken Häftlingen informiert. Die Ehefrau von Thronfolger Prinz William sprach in der Justizvollzugsanstalt High Down in Sutton südlich von London mit Gefangenen, die vom Forward Trust betreut werden. Die 41-Jährige ist Schirmherrin der Wohltätigkeitsorganisation. In dem Gefängnis der Kategorie C mit niedrigerer Sicherheitsstufe sind insgesamt 1.100 Männer und Jugendliche untergebracht.

Außerdem begleitete Kate eine Familie beim Besuch des inhaftierten Vaters. Dazu musste sie sich zunächst in der Sicherheitsschleuse einer Kontrolle unterziehen. In einem Restaurant, das an das Gefängnis angeschlossen ist und wo Insassen auf eine Arbeit in der Gastronomie vorbereitet werden, traf die Adlige zudem ehemalige Häftlinge.

Der Besuch weist auf eine bevorstehende Themenwoche zu Abhängigkeit und Sucht hin. Motto ist in diesem Jahr „Jeder kennt Jemanden“ (Everybody Knows Somebody). Damit soll die große Bandbreite an Menschen betont werden, die von Sucht betroffen sind.

Kate besucht die Haftanstalt wenige Tage nach der spektakulären Flucht eines Terrorverdächtigen aus dem Londoner Gefängnis Wandsworth. Der 21-Jährige, der in der Küche arbeitete, hatte sich mit Streifen von Bettwäsche unter einen Lebensmitteltransporter gebunden. Er war nach vier Tagen geschnappt worden. Viele britische Gefängnisse stehen wegen miserabler Haftbedingungen in der Kritik. Überfüllung, schlechte Hygiene sowie Bandengewalt gehören zum Alltag.

Foto: dpa Gzuz

Hamburger Rapper Gzuz aus JVA entlassen

07:24
13.09.2023
(dpa) - Der Hamburger Rapper Gzuz (35) ist nach acht Monaten aus der Haft entlassen worden. Er habe die Justizvollzugsanstalt (JVA) verlassen, sagte eine Sprecherin der Hamburger Justizbehörde. Zuvor berichtete die „Bild“-Zeitung und zeigte ein Foto des Rappers vor der JVA Glasmoor im schleswig-holsteinischen Norderstedt. Das Foto postete Gzuz auch bei Instagram.

Das Landgericht Hamburg hatte den Frontmann der Band „187 Strassenbande“ am 4. März 2022 wegen Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz zu acht Monaten und zwei Wochen Haft verurteilt. Zugleich hatte die Strafkammer eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 2.300 Euro verhängt, also insgesamt 414.000 Euro. Hinzu kam eine Freiheitsstrafe von 4 Monaten, die das Amtsgericht Hamburg-Altona am 4. Dezember 2017 wegen Körperverletzung verhängt hatte. Die letztgenannte Strafe war ursprünglich zur Bewährung ausgesetzt worden. Die Bewährung wurde später infolge der Verurteilung aus 2022 widerrufen.

Gzuz, der mit bürgerlichem Namen Kristoffer Jonas Klauß heißt, steht nach Angaben des Landgerichts für drei Jahre unter Bewährung. Wenn er sich innerhalb der Bewährungszeit nichts zu Schulden kommen lasse, werde die Reststrafe erlassen.