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Kein Polizeischutz gegen Geld: Niederlage vor Gericht für Prinz Harry

12:22
23.05.2023
(dpa) - Prinz Harrys Hoffnung, trotz seines Austritts aus dem engeren Kreis der Königsfamilie in Großbritannien wie gewohnt Polizeischutz in Anspruch nehmen zu können, hat einen weiteren Dämpfer erhalten. Der 38-Jährige hatte vorgeschlagen, selbst für die Kosten aufzukommen. Doch das britische Innenministerium hatte das abgelehnt. Das Ministerium argumentierte, es sei nicht angemessen, dass wohlhabende Menschen Polizeischutz kauften. Eine Klage gegen diese Entscheidung lehnte der Londoner High Court nun als unzulässig ab.

Überprüft werden soll davon unabhängig aber weiterhin, ob die Zurückstufung der Sicherheitsvorkehrungen für Harry, seine Frau Herzogin Meghan (41) und seine beiden Kinder Archie (4) und Lilibet (1) angemessen ist und ob die Entscheidung auf nachvollziehbarer Grundlage getroffen wurde. Wann es dabei zu einer Verhandlung kommt, war aber zunächst unklar.

Der Rechtsstreit mit dem Innenministerium ist nur einer von mehreren, die Harry derzeit in Großbritannien führt. In einem Zivilverfahren gegen den Verlag der Boulevardblätter „Mirror“ und „Sunday Mirror“ wird in den kommenden Wochen sogar mit einer Zeugenaussage des Prinzen gerechnet. Dabei geht es um Vorwürfe der Bespitzelung, wie dem Abhören von Sprachnachrichten.

Ähnliche Verfahren führt Harry auch gegen den Verlag der Blätter „Daily Mail“ und „Mail on Sunday“ sowie den Verlag der Zeitungen „Sun“ und der inzwischen eingestellten „News Group Newspapers“.

Foto: dpa Donna Leon

Donna Leon: „Man muss gute Leute in einem Krimi umbringen“

11:55
23.05.2023
(dpa) - Krimiautorin Donna Leon (80) lässt in ihren Büchern ungern gute Leute sterben. „Ich finde lieber schlechte Menschen, die umgebracht werden, aber das führt zu nichts“, sagte die Erfinderin des legendären Commissario Brunetti aus Venedig der Deutschen Presse-Agentur. „Man muss gute Leute in einem Krimi umbringen, damit Leserinnen und Leser Mitgefühl haben.“ Mit dem Morden an sich hält Leon sich ungern lange auf: „Meine Opfer sterben relativ schnell und sanft, sie leiden nicht lange“, sagte sie. „Ich mag keine Krimis, in denen sich Autoren darin ergehen, ausführlich zu beschreiben, was mit dem Opfer gemacht wird. Ich glaube nicht, dass man das braucht.“

Leserinnen und Leser, die Venedigs Straßen wegen ihrer nun schon über 30 Brunetti-Krimis für gefährlich halten, beruhigt Leon: „Es gibt gar nicht so viele Mörder in Venedig, die meisten sind meine.“ Am 24. Mai erscheint Brunettis 32. Fall: „Wie die Saat, so die Ernte.“