Italiens Regierung will die Tankstellenbetreiber wegen deutlich gestiegener Spritpreise stärker kontrollieren. Sie sollen täglich ihren Verkaufspreis für Kraftstoffe mitteilen. Darauf einigte sich der Ministerrat, wie es in einer Regierungsmitteilung heißt. Das Ministerium für Unternehmen berechne daraus einen Durchschnittspreis, den die Betreiber mit ihrem tatsächlich verlangten Preis ausweisen müssen.
Rom bezuschusste bis Ende 2022 noch jeden Liter Sprit, weshalb die Preise lange relativ konstant blieben. Das ist nun vorbei, und die Regierung will die unter Ex-Ministerpräsident Mario Draghi eingeführte Maßnahme nicht erneut verlängern. Stattdessen setzt sie auf mehr Transparenz und will mit dem Dekret laut Beobachtern Spekulationen vorbeugen, die hinter den hohen Kosten an der Zapfsäule stecken sollen. Wer die Pflicht zum Ausweisen der Preise mehrfach verletzt, muss mit einer Betriebsunterbrechung von 7 bis 90 Tagen rechnen, wie es in der Mitteilung heißt.