Letztes Update:
20230105165722

13:19
05.01.2023
In der Gaskrise gibt die Bundesnetzagentur leichte Entwarnung. Wie aus dem am Donnerstag publizierten Lagebericht der Behörde hervorgeht, wird aus ihrer Sicht eine Gasmangellage in diesem Winter "zunehmend unwahrscheinlich". Insgesamt sei die Lage "weniger angespannt als zu Beginn des Winters".

Zuvor hatte die Behörde seit Mitte Juni von einer angespannten Lage gesprochen - damals hatte die Drosselung russischer Gaslieferungen für eine negativere Bewertung gesorgt. Dank starker Importe und wegen Einsparungen beim Energieverbrauch haben sich die Sorgenfalten inzwischen etwas geglättet. Die Behörde warnt allerdings, dass eine Verschlechterung nicht auszuschließen sei. Ein sparsamer Gasverbrauch bleibe wichtig.
Bei einer Gasmangellage bekämen die Industrie und andere Teile der Wirtschaft nicht mehr so viel Gas, wie sie wollen, sondern nur noch das, was ihnen vom Staat zugeteilt wird.

12:51
05.01.2023
Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck sieht beim Umgang mit Treibhausgasen großes Potenzial in der unterirdischen Speicherung von CO2. "Wenn Sie mich fragen: Lieber CO2 in die Erde als in die Atmosphäre", sagt der Grünen-Politiker nach einem Treffen mit norwegischen Politikern in Oslo.
Umweltschützer sehen die Technologie kritisch: Sie fürchten ein Entweichen des Gases aus den Speichern und auch, dass die Speicherung den Anreiz vermindert, Treibhausgase von vornherein zu vermeiden. Auf beides gebe es eine Antwort, sagte Habeck. "Nach allen wissenschaftlichen Analysen ist die Technik sicher." In Norwegen gebe es damit jahrzehntelange Erfahrungen. "Und das, was befürchtet wurde, dass das CO2 wieder entweicht, möglicherweise Schaden an anderer Stelle anrichtet, ist nicht eingetreten."

12:33
05.01.2023
Der Energiekonzern RWE und das norwegische Energieunternehmen Equinor wollen künftig beim Import von Wasserstoff nach Deutschland zusammenarbeiten. RWE-Chef Markus Krebber und Anders Opedal von Equinor schlossen dazu in der norwegischen Hauptstadt Oslo eine strategische Energiepartnerschaft, wie RWE mitteilt. Das Vorhaben umfasst demnach auch Großprojekte zur europäischen Energieversorgung. Auf die Dauer soll sich der Stromsektor von fossilen Brennstoffen lösen.
Die Vereinbarungen zwischen RWE und Equinor wurden mit der Annahme getroffen, dass eine Wasserstoffleitung zwischen Norwegen und Deutschland gebaut wird und in Deutschland die nötige Infrastruktur zum Weitertransport entsteht.