Letztes Update:
20221214183206

10:34
13.12.2022
Die EU-Ratspräsidentschaft hat bei einem Sondertreffen der Energieminister auf eine Einigung zu einem europäischen Gaspreisdeckel gedrungen und dabei den früheren deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer zitiert. Wenn die bestmögliche Lösung nicht gefunden werden könne, müsse man die zweit- oder drittbeste nehmen, sagte der tschechische Industrieminister Jozef Sikela, der die Gespräche leitet. "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir einen machbaren Vorschlag auf dem Tisch haben, der allen Mitgliedsstaaten eine Absicherung bietet", sagte er.
Im Fokus des Treffens in Brüssel steht ein Limit für den Gaspreis am europäischen Großhandel. Dazu hatte die EU-Kommission im November einen Gesetzesvorschlag gemacht, der Staaten wie Italien, Belgien oder Spanien nicht weit genug geht. Nach Ansicht Deutschlands und der Niederlande greift er jedoch zu stark in die Märkte ein. Der Deckel würde Großkunden betreffen, die am Großmarkt handeln - nicht Endverbraucher, wie etwa bei der Gaspreisbremse der Bundesregierung.

09:34
13.12.2022
Hohe Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft von Verbrauchern und zehren Einkommenszuwächse auf. Die Menschen können sich für einen Euro weniger leisten. Bei einer YouGov-Umfrage unter mehr als 2000 Menschen in Deutschland gaben im November 23 Prozent an, in den vergangenen drei Monaten meistens oder immer Schwierigkeiten beim Lebensmitteleinkauf gehabt zu haben. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) haben bei den gewohnten Ausgaben bereits den Rotstift angesetzt. Gut zwei Drittel (67 Prozent) der Verbraucher gehen davon aus, ihre Ausgaben zu kürzen oder weiter zu verringern.
Angeschoben wird die Inflation in Europas größter Volkswirtschaft seit Monaten von hohen Energie- und Lebensmittelpreisen. Energie kostete im November 38,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Preisanstieg schwächte sich nach einem Zuwachs von 43 Prozent im Oktober damit etwas ab. Für Nahrungsmittel mussten Verbraucher 21,1 Prozent mehr zahlen als im November 2021. Seit Jahresbeginn hat sich der Preisauftrieb den Angaben zufolge hier schrittweise verstärkt. 

06:53
13.12.2022
Energiespar-Tipp des Tages
Das Bügeln kostet vergleichsweise viel Energie. Während man mit einer Kilowattstunde ungefähr 70 Tassen Kaffee zubereiten oder sich rund 2000-mal rasieren kann, reicht die Strommenge nur für eine halbe Stunde mit einem Dampfbügeleisen. Das hat die HEA - Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung berechnet.
Aber man kann richtig viel Strom sparen, wenn man auf den Dampfausstoß verzichtet. Denn gut 90 Prozent der Energie werden laut dem Umweltbundesamt für die Umwandlung von Wasser in Dampf benötigt. Das Gute: Den Effekt des Dampfes kann man auch anders erzeugen. Etwa, indem man das Kleidungsstück mit etwas Wassernebel aus der Sprühflasche feucht macht. Oder ein angefeuchtetes Geschirrtuch aus Baumwolle auflegt.