Letztes Update:
20221128122958

04:24
25.11.2022
Energiemarkt-Experten gehen davon aus, dass die Strompreise für Haushalte in den kommenden Jahren nicht wieder auf das Niveau vor dem Ukraine-Krieg sinken werden. Das Beratungsunternehmen Enervis rechnet damit, dass die Verbraucherpreise 2023 und 2024 im Durchschnitt deutlich über 40 Cent je Kilowattstunde brutto betragen werden. Auch in den Jahren danach würden 40 Cent wohl nicht unterschritten, vereinzelt seien sogar 50 Cent möglich, sagt der Strommarkt-Experte Mirko Schlossarczyk der Deutschen Presse-Agentur.
"Wir sehen auch langfristig an den Energiehandelsmärkten ein konstant hohes Preisniveau." Zwar könnten die Großhandelsstrompreise infolge eines perspektivisch sinkenden Gaspreisniveaus und dem verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien künftig auch wieder deutlicher zurückgehen. Den spürbar größeren Anteil am Endkundenpreis hätten allerdings Abgaben, Umlagen, Entgelte und Steuern.

Strommast. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

15:46
24.11.2022
Die EU-Kommission gibt für das kommenden Jahr neue Speicherfüllstände für Erdgas vor: Demnach muss Deutschland zum 1. Februar einen Speicherstand von 45 Prozent erreichen. Das deutsche Gesetz legt bislang einen Mindestspeicherstand von 40 Prozent fest. Das Ziel der EU-Kommission ist verpflichtend. Allerdings gibt es einen Spielraum von fünf Prozentpunkten.
Die Bundesregierung müsste also noch keine Konsequenzen fürchten. Offen war zunächst, ob die Bundesregierung das deutsche Gesetz den neuen Vorgaben entsprechend verändern will. Die Kommission hat noch weitere Ziele festgelegt: Die deutschen Speicher müssen demnach zum 1. Mai zu 10 Prozent voll sein, zu 30 Prozent Anfang Juli und zu 65 Prozent Anfang September