SpVgg-Coach Kleine nimmt im Vergleich zum 1:2 in Mannheim dagegen nur eine Veränderung vor. Für den verletzten Daniel Steininger läuft Tobias Stockinger auf.
SpVgg-Coach Kleine nimmt im Vergleich zum 1:2 in Mannheim dagegen nur eine Veränderung vor. Für den verletzten Daniel Steininger läuft Tobias Stockinger auf.
Der Saarbrücker Kader gibt diesen Anspruch zweifellos her. Insbesondere im Mittelfeld verfügt der FCS über immense Qualität und kann es sich sogar leisten, einen zweitligaerprobten Spieler wie Biada von der Bank zu bringen. Erfahrenster Akteur ist der ehemalige Cluberer Mike Frantz, der es auf 227 Erstliga- und 68 Zweitligaspiele bringt. Er rückt heute ebenso in die Startelf wie Verteidiger Bone Uaferro und Stürmer-Routinier Adriano Grimaldi.
Mut macht auch, dass bei den Bayreuthern im Umfeld noch niemand in Panik verfällt angesichts des mauen Saisonstarts von vier Punkten aus sieben Spielen. Dagegen herrscht in Saarbrücken bereits dicke Luft, obwohl das Team von Trainer Uwe Koschinat mit 13 Punkten dicht hinter den Aufstiegsrängen platziert ist. Nur: Aus den vergangenen vier Spielen holten die Saarbrücker nur noch vier Unentschieden. Zuletzt gaben sie gegen Osnabrück und Wiesbaden eine zweimalige Führung aus der Hand. Die Ansprüche im Saarland sind andere: Der FCS will hoch in die Zweite Liga.
Nun, was macht in diesen Tagen Mut, ohne nach Durchhalteparole zu klingen? Im Wesentlichen ist das die Erinnerung an die jüngsten Heimauftritte. Gegen den VfL Osnabrück erkämpften sich die Bayreuther mit bedingungsloser Leidenschaft den ersten Drittliga-Sieg, es wirkte beinahe wie ein Pokalspiel. Und auch zuletzt gegen Mitaufsteiger Rot-Weiss Essen sah es nach dem frühen Führungstor von Markus Ziereis lange nach einem Sieg aus, ehe man sich nach einer zu passiven Vorstellung in Halbzeit zwei doch 1:1 trennte. Hoffnung macht auch die Aussicht auf den ersten Ligaeinsatz von Stürmer-Neuzugang Jann George. Zunächst nimmt der frühere Nürnberger und Fürther jedoch auf der Bank Platz.
Liebe Oldschdod-Fans, bislang ist diese Drittliga-Saison ein einziges Wanken zwischen Hoffnung und Frust. Am vergangenen Samstag standen die Bayreuther dicht davor, einen Punkt aus Mannheim zu entführen, einer Topmannschaft in dieser Liga. So wie die SpVgg spielte, tritt kein künftiger Absteiger auf. Nur drei Tage später folgte jedoch das Pokal-Aus beim Regionalligisten Würzburger Kickers, und man fragte sich, wie verdammt noch mal die Altstadt in der Dritten Liga noch 40 Punkte holen soll. So viele wird es wohl brauchen, um am Ende den Klassenerhalt feiern zu können. Heute haben die Jungs von Trainer Thomas Kleine gleich das nächste Schwerkaliber vor der Brust: Um 14 Uhr treffen sie im HaWaWi auf den Tabellenvierten und Aufstiegsaspiranten 1. FC Saarbrücken. Ein Heimsieg kann da wohl nur gelingen, wenn Mannschaft und Fans ans Limit gehen. In diesem Sinne: OLDSCHDOD!!!!!!