Auf die
Bundesregierung wächst der Druck, den
Atomausstieg zu verschieben. Angesichts der
Gaskrise dringen nach Recherchen der Deutschen Presse-Agentur nicht nur Parteien wie
CDU und CSU sondern auch
mehrere EU-Staaten darauf, die verbliebenen
drei Kernkraftwerke nicht wie geplant Ende des Jahres abzuschalten. Zudem wird gefordert, ein
Wiederhochfahren der drei zuletzt vom Netz genommenen Meiler zu prüfen.
Aus Sicht von Ländern wie
Ungarn, Rumänien, der Slowakei und Frankreich könnte ein Weiterbetrieb deutscher Atomkraftwerke
erheblich dazu beitragen, Gas zu sparen, da in der Bundesrepublik zuletzt noch immer etwa 15 Prozent des Stroms von Gaskraftwerken erzeugt wurde. Sollte Russland seine Gaslieferungen in die EU komplett einstellen, wären dann mehr Reserven für das Heizen von Haushalten und für die Industrie verfügbar.
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Jakob de Santis