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Bundesfamilienministerin Spiegel rät zu Corona-Test vor Osterfest

06:48
09.04.2022
Mit Blick auf das anstehende Osterfest hat Bundesfamilienministerin Anne Spiegel dazu aufgerufen, sich wegen der Corona-Pandemie weiter vorsichtig zu verhalten. «Ich rate dazu, dass sich alle vorher mit einem Schnelltest testen», sagte die Grünen-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). «Wir haben jeden Tag 300 Corona-Tote. Das ist eine Zahl, die mich sehr besorgt. Daher sollten wir weiter Maske tragen in allen Situationen, in denen wir sie bisher getragen haben», sagte Spiegel. Das sei auch eine Frage der Solidarität gegenüber der älteren Generation und den Jüngsten.

Die Familienministerin kritisierte die Ablehnung der allgemeinen Impfpflicht im Bundestag. «Ich habe mich für die Impfpflicht ab 18 eingesetzt, und ich bedauere, dass es nicht dazu gekommen ist». Sie appelliere nun an alle, die noch ungeimpft seien, sich freiwillig impfen zu lassen. Wenn es nicht gelinge, die Impfquote deutlich zu erhöhen, steuere man im Herbst höchstwahrscheinlich auf eine sehr schwierige Situation zu.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnte wegen des Scheiterns der Impfpflicht vor weiteren einschränkenden Maßnahmen für Kinder im Herbst. «Es ist zu erwarten, dass spätestens im Herbst eine nächste Corona-Welle einsetzt und erneut zu zahlreichen Erkrankungen führt», sagte BVKJ-Sprecher Jakob Maske dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).

Dies werde vor allem die ungeimpften Erwachsenen betreffen, die sich eigentlich hätten um den eigenen Schutz kümmern können. Die Maßnahmen zum Schutz würden aber vor allem wieder Kinder und Jugendliche treffen, sagte er. Diese müssten dann etwa fürchten, dass Kitas und Schulen erneut geschlossen werden. Das sei «ein politisches Armutszeugnis, ein Politikversagen mit Ansage».

(dpa)

USA warnen wegen Corona-Welle vor Reisen nach Shanghai

06:46
09.04.2022
Angesichts des Corona-Ausbruchs in Shanghai warnt die US-Regierung vor Reisen in die chinesische Metropole und erlaubt ihren Mitarbeitern im dortigen Konsulat die Ausreise. Als Grund nannte das US-Außenministerium am Freitagabend (Ortszeit) die Ausgangssperren, weitere Corona-Beschränkungen und das Risiko, dass Eltern bei einer Infektion von ihren Kindern getrennt werden könnten. Alle nicht absolut notwendigen Mitarbeiter des Konsulats und deren Familien dürften ausreisen, hieß es weiter. Damit dürfte der reguläre Betrieb des Konsulats in Shanghai bis auf Weiteres stillgelegt sein.

Chinas aktuelle Corona-Welle ist die Schlimmste seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. Betroffen sind unter anderem die Metropolen Shanghai, Changchun und Shenyang in Nordostchina, in denen insgesamt rund 38 Millionen Einwohner leben. Wegen Chinas strikter Null-Covid-Politik gelten weiträumige Ausgangssperren.

Große Empörung löste zuletzt die Praxis aus, dass kleine Kinder von ihren Eltern getrennt werden. Nach Protesten hatte die Stadtregierung von Shanghai am Mittwoch angekündigt, dass dort nicht infizierte Eltern beantragen könnten, Kinder, die besondere Unterstützung bräuchten, in die Isolation begleiten zu dürfen. Unklar blieb aber, ob sich die Regelung nur auf Kinder beschränkt, die spezielle Betreuung brauchen.

(dpa)

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