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20220406095928

Chinas Dienstleistungssektor schwer von Corona-Maßnahmen belastet

08:54
06.04.2022
Die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor ist im März so stark eingebrochen wie seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor zwei Jahren nicht mehr.

Der am Mittwoch vom Wirtschaftsmagazin «Caixin» veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Service-Sektor ging von 50,2 im Februar auf 42 Punkte im März zurück. Liegt der Index unter der Marke von 50 Punkten wird von einem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit der an der Umfrage beteiligten Unternehmen ausgegangen.

«Die heutigen Zahlen des Dienstleistungssektors waren sicher schon ein wenig schockierend», sagte Jörg Wuttke, Präsident der Europäischen Handelskammer in Peking.

China verfolgt nach wie vor eine strikte Null-Covid-Strategie, die mit Omikron auf eine harte Probe gestellt wird. Am Dienstag hatte die chinesische Hafenmetropole Shanghai den Corona-Lockdown für ihre 26 Millionen Einwohner auf unbestimmte Zeit verlängert.

In der bisher schlimmsten Corona-Welle in China seit zwei Jahren meldete die Gesundheitskommission in Peking am Mittwoch erneut einen neuen Rekord von mehr als 20 000 neuen Infektionen, von denen die meisten Fälle als asymptomatisch erfasst wurden. Allein in Shanghai kamen mehr als 17 000 Ansteckungen hinzu. Schwer betroffen ist weiterhin auch die nordostchinesische Provinz Jilin, wo es ebenfalls Ausgangssperren gibt und millionenfach getestet wird.

dpa

Studie: Corona-Fälle in England im März auf Rekordniveau

07:50
06.04.2022
Einer aktuellen Studie zufolge sind die Corona-Infektionen in England im März auf ein Rekordniveau angestiegen. Forscher des Imperial College London, die seit Beginn der Pandemie monatlich das Infektionsgeschehen systematisch analysieren, kamen auf Basis von PCR-Tests einer repräsentativen Stichprobe zu dem Schluss, dass im März einer von 16 Menschen in England mit dem Virus infiziert war - das entspricht dem höchsten bislang geschätzten Wert in der Langzeitstudie.

Gegenüber dem Februar bedeutet diese Infektionsquote mehr als eine Verdoppelung, der vorherigen Studie zufolge war damals einer von 35 Menschen in England infiziert. In den Zahlen für März zeigt sich, dass die Tendenz insbesondere in der ältesten Altersgruppe über 55 steigend ist. Dort verdreifachte sich der Anteil der Infizierten gegenüber dem Vormonat. Die Forscher erklären sich dies damit, dass die Booster-Impfungen bei den Älteren schon länger zurückliegen. Bei Kindern und jüngeren Erwachsenen ging die Infektionsquote zuletzt leicht zurück oder stagnierte, obwohl die Rate bei Schulkindern, bei denen eines von zehn infiziert war, noch immer am höchsten war. Fast 95 Prozent aller positiven Fälle in der Studie fielen auf die Omikron-Untervariante BA.2 zurück.

Studien wie die des Imperial College geben seit einiger Zeit das realistischste Bild über die Infektionslage in England und Großbritannien insgesamt ab. Die täglich vom Gesundheitsministerium herausgegebenen Infektionszahlen bergen eine sehr hohe Dunkelziffer, da Testkapazitäten zurückgefahren wurden und positive Fälle nur noch freiwillig gemeldet werden.

dpa

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