Die Corona-Zahlen an den Schulen verharren auf einem hohen Niveau. In der vergangenen Woche wurden aus den Bundesländern rund 347 000 Infektions- und Quarantänefälle bei Schülerinnen und Schülern gemeldet, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag mitteilte (Vorwoche 348 000). Bei den Lehrkräften wurden 36 400 Corona- und Quarantänefälle gemeldet (Vorwoche 35 700).
Die wöchentlich veröffentlichten Zahlen geben nur einen groben Überblick. Nicht aus allen Ländern liegen vollständige Daten vor. Bei Schülerinnen und Schülern waren in den ersten beiden Februarwochen mit fast 550 000 Corona- und Quarantänefällen Höchststände erreicht worden. Bei den Lehrkräften waren damals 28 200 Fälle bekannt. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 11 Millionen Schüler und knapp 900 000 Lehrkräfte an rund 40 000 Schulen und Berufsschulen.
Lehrervertreter kritisierten mit Blick auf die Zahlen das Ende der Maskenpflicht an den meisten Schulen in Deutschland. «Bei nach wie vor extrem hohen Inzidenzwerten an den Schulen bedeutet das Ende der Maskenpflicht, den einfachsten Gesundheitsschutz für Beschäftigte, Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern zu beenden», sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, der Deutschen Presse-Agentur. Die Abschaffung sei «völlig verfrüht», sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger.