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Bodenseeschifffahrt startet wieder - Verluste während Pandemie

13:43
04.04.2022
Die Bodenseeschifffahrt hat auch im vergangenen Jahr unter der Corona-Pandemie gelitten. Die Zahl der Fahrgäste stieg zwar um 9 Prozent auf 2,29 Millionen an - blieb aber deutlich unter den Fahrgastzahlen vor der Pandemie zurück, wie Frank Weber, Vorsitzender der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU), am Montag in Konstanz mitteilte. Das habe auch finanzielle Auswirkungen gehabt, die man aber so gut es ging abgefedert habe.

Für die bevorstehende Saison sind die Schifffahrtsunternehmen optimistisch. Die Buchungszahlen der Beherbergungseinrichtungen seien gut und man freue sich auf eine Saison möglichst ohne große Einschränkungen und mit Kaiserwetter. Ab diesem Sonntag ist die weiße Flotte wieder auf dem Bodensee und zwischen den Häfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs.

Einen ersten Höhepunkt der Saison erwarten die Schifffahrtsunternehmen mit der internationalen Flottensternfahrt am 30. April. Auf dem See vor Lindau wollen die Schiffe der VSU eine Sternformation bilden. Das Manöver war aufgrund der Pandemie bereits zweimal ausgefallen und soll die grenzübergreifende Freundschaft zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen.

(dpa)

Liebherr erholt sich von Corona-Jahr und legt wieder deutlich zu

12:54
04.04.2022
Das Familienunternehmen Liebherr hat das schwache Corona-Jahr 2020 hinter sich gelassen und bei Gewinn und Umsatz wieder deutlich zugelegt. Der Umsatz des Herstellers von Baggern, Kränen und auch Kühlschränken stieg im Geschäftsjahr 2021 auf 11,64 Milliarden Euro (2020: 10,34 Mrd Euro), wie der Konzern am Montag mitteilte. Der Gewinn legte nach 7 Millionen Euro im Vorjahr auf 545 Millionen Euro zu.

Damit lagen die Erlöse auf einem Niveau wie vor der Pandemie. Die Firmengruppe Liebherr habe in fast allen Produktsegmenten bemerkenswerte Umsatzsteigerungen erzielt, hieß es. Zudem habe man zum Jahresende einen sehr hohen Auftragsbestand gehabt, was in der jetzigen Situation zugutekomme, sagte die Vizepräsidentin des Verwaltungsrats, Isolde Liebherr.

Der Konzern hat nach eigenen Angaben zwei Produktionsstätten in Russland. Das Unternehmen rechnet demnach mit deutlichen wirtschaftlichen Folgen für das Russlandgeschäft. Die Folgen für den gesamten Konzern seien derzeit aber noch nicht zu beziffern.

Aufgrund der guten Auftragslage blickt Liebherr den Angaben zufolge trotz schwieriger Rahmenbedingungen verhalten optimistisch auf das Jahr 2022. Die Zahl der Beschäftigten stieg im vergangenen Jahr um 1700 auf rund 50 000. Der Hauptsitz des Konzerns ist in Bulle in der Schweiz. In Deutschland unterhält Liebherr 16 Standorte, davon 9 in Baden-Württemberg. Das Familienunternehmen wurde 1949 in Kirchdorf an der Iller im Kreis Biberach gegründet.

(dpa)

Lauterbach wirbt für Kompromissvorschlag zur Impfpflicht

12:53
04.04.2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat für den Kompromissvorschlag für eine allgemeine Corona-Impfpflicht geworben. Es nehme das Wichtigste aller Anträge zur Impfpflicht auf, sagte der SPD-Politiker am Montag. «Jeder, der die Impfpflicht will, kann sich hier wiederfinden. Wer aber dagegen stimmt, riskiert erneut Lockdowns und Leid im Herbst.»

Im Ringen um eine Mehrheit im Parlament hat die Abgeordnetengruppe, die eine Impfpflicht ab 18 Jahren anstrebt, ihre Pläne aufgeweicht. Sie schlägt nun eine Impfpflicht ab 50 Jahren zum 1. Oktober vor - der Bundestag soll demnach aber Anfang September darüber entscheiden, ob sie noch auf alle Erwachsenen ausgeweitet wird.

Lauterbach sagte: «Zentral ist, dass wir damit die Älteren sofort schützen. Dazu können wir auf eine Verschlechterung der Pandemie-Lage reagieren und schützen dann auch die Jüngeren.» Aufgebaut werden solle zudem ein Impfregister, wie die CDU es wolle. Lauterbach hat sich ursprünglich wie auch Kanzler Olaf Scholz (SPD) für eine Impfpflicht ab 18 Jahren stark gemacht.

Über die mögliche Einführung einer Impfpflicht soll der Bundestag an diesem Donnerstag ohne sonst übliche Fraktionsvorgaben entscheiden. Vorerst sind die Mehrheitsverhältnisse ungewiss. Neben dem Vorschlag für eine Pflicht ab 18 hatte eine zweite Gruppe einen Entwurf für eine Beratungspflicht und dann eine mögliche Impfpflicht ab 50 vorgelegt. Weitere Anträge lehnen eine Impfpflicht ab. Die Union ist für die Einführung eines Impfregisters und ein gestuftes Verfahren mit möglicher Impfpflicht für bestimmte besonders gefährdete Gruppen.

(dpa)

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