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Nach Masken-Aus nun auch Ende von Corona-Tests an Schulen

06:39
24.04.2022
Nach der Aufhebung der Maskenpflicht geht an den Schulen nun auch die Zeit der verpflichtenden Corona-Tests zu Ende. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den 16 Bundesländern ergab, ist die Testpflicht bereits in sechs Ländern abgeschafft oder endet mit Beginn der neuen Woche, in sechs Ländern läuft sie spätestens Ende der Woche mit dem Monatswechsel aus. Lediglich in Berlin und Thüringen wird darüber hinaus noch weitergetestet: In Thüringen noch bis zum 6. Mai und in Berlin «bis auf Weiteres», wie es aus der Bildungsverwaltung hieß. Aus Hamburg und dem Saarland sind noch keine Entscheidungen über den Umgang mit Tests ab Mai bekannt. Bildungsgewerkschaften und der Deutsche Lehrerverband kritisierten das weitgehende Ende der Testpflicht.

(dpa)

Kapitel

Samstag, 23. April

Justizminister Buschmann verteidigt Corona-Kurs der FDP

15:51
23.04.2022
Bundesjustizminister Marco Buschmann hat den Lockerungskurs der FDP in der Corona-Pandemie verteidigt. Die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes seien richtig gewesen, sagte der FDP-Politiker am Samstag beim Bundesparteitag der Liberalen in Berlin. Dies sei zwar heiß diskutiert worden. «Aber heute wissen wir: Es war verantwortbar, diese Schritte zu gehen.»

Das zeige sich an den Infektionszahlen sowie an der Situation in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen. «Wenn es verantwortbar ist, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Freiheit zu lassen, dann ist es schlicht notwendig», betonte Buschmann. Denn die Freiheit sei kein Privileg und kein Geschenk der Politik, sie gehöre den Bürgern.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Christian Dürr, sagte dazu: «Was mussten wir uns alles von den Markus Söders dieser Welt anhören?» Jetzt, da das neue Infektionsschutzgesetz seit gut vier Wochen greife und die Rückkehr zur Normalität Realität geworden sei, müsse man Bilanz ziehen: «Die FDP in der Ampel wirkt. Ohne die Freien Demokraten hätte es diese Rückkehr in Deutschland nicht gegeben. Wir machen den Unterschied.» Der Alltag der Menschen im April 2022 würde ohne die FDP «definitiv anders aussehen».

(dpa)

«Fieber, Herr Lindner?» - Debatte über Corona-Infektion des FDP-Chefs

15:51
23.04.2022
Der an Corona erkrankte FDP-Chef Christian Lindner hat durch seinen Auftritt beim Parteitag der Liberalen per Zuschaltung aus Washington eine Debatte über seinen Gesundheitszustand ausgelöst. Auf Twitter fragten sich viele Menschen am Samstag, wie fit oder krank er wirklich ist. Auch dass die rund 660 Delegierten in einer Halle in Berlin eng zusammensitzend und ohne Maske tagen, wurde vielfach kritisiert.

«Hab gerade Lindner auf dem Bundesparteitag gesehen. Total verschwitzt und sichtlich mitgenommen. Aber man darf sich ja nix anmerken lassen, denn Omikron ist ja jetzt harmlos...», twitterte eine Frau. «Er ist mies krank», glaubte eine andere zu wissen. «BPT22 der FDP in Präsenz und weitgehend ohne Masken, eng beieinander sitzend. Lindner in Quarantäne in Washington. Lobt die Präsenzveranstaltung und glänzt wie eine Speckschwarte… Fieber, Herr Lindner?», fragte eine andere Nutzerin.

«Du hast Corona oder eine andere ansteckende Krankheit? Teil sie mit anderen! Deine FDP», hieß es an anderer Stelle. Nicht minder ironisch formuliert war ein Rat an Lindner: «Machen Sie sich keine Sorgen, ist nur eine leichte Erkältung und das ganze Gedöns mit Long Covid ist sicher auch völlig aus der Luft gegriffen; ansonsten fragen Sie einfach ihrer Top Virologen Buddy Buschmann um Rat. Gute Besserung.»

Ausgelöst wurde die Diskussion dadurch, dass Lindner während seiner rund 40-minütigen Parteitagsrede deutlich schwitzte. Ein Standbild seines Auftritts verbreitete sich rasch im Internet. Der 43-jährige war am Donnerstag nach einem Treffen der G7-Finanzminister in Washington positiv auf das Coronavirus getestet worden und befindet sich nun dort in Isolation.

Mehrere führende FDP-Politiker hoben beim Parteitag hervor, dass es den Liberalen zu verdanken sei, dass Deutschland nach zwei Jahren Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wieder zur «Normalität» zurückgekehrt sei. «Und ich sage mal: Hätte (Gesundheitsminister) Karl Lauterbach nicht den Beschluss der 16 Gesundheitsminister zurückgenommen, dass wir nicht mehr in Quarantäne müssen, wenn wir infiziert sind, dann wäre Christian Lindner heute bei uns und nicht in Washington», sagte der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki bei der Eröffnung des Parteitags.

(dpa)

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